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Havelland Feuerwehren rückten 1838 Mal aus
Lokales Havelland Feuerwehren rückten 1838 Mal aus
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19:14 26.12.2018
In diesem Jahr mussten die Feuerwehren zu besonders vielen Bränden ausrücken. Schuld war die anhaltende Trockenheit. Quelle: Julian Stähle
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Havelland

 Die große Zahl von Brandeinsätzen hat das zurückliegende Jahr für die Feuerwehren im Landkreis Havelland zu einem anstrengenden Jahr gemacht. Insgesamt mussten die Kameraden zu 1838 Einsätzen ausrücken, davon 727 Mal zu Bränden und 111 Mal zu Einsätzen der Technischen Hilfeleistung. „In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Brandeinsätze bei maximal einem Drittel der Gesamteinsatzzahlen“, erklärt Kreisbrandmeister Lothar Schneider.

Hilfe für Potsdam-Mittelmark

Die anhaltende Trockenheit bescherte den Feuerwehren aber nicht nur vor der eigenen Haustür viele Waldbrände. So unterstützte die Brandschutzeinheit des Landkreises auch die Löscharbeiten in Fichtenwalde und Treuenbrietzen. „Hier wurde von allen Kameraden ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft und persönlichem Engagement abgefordert“, sagt Schneider, der sich an dieser Stelle bei allen Einsatzkräften bedankt.

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Eines freut den Kreisbrandmeister in diesem Zusammenhang besonders. „Die Landesregierung beabsichtigt, das Ehrenamt für alle Blaulichtorganisationen in den kommenden Jahren finanziell zu unterstützen. Das wertet die Arbeit enorm auf“, so der 58-Jährige. Zudem soll es eine Prämie für lange und treue Dienste geben. So könnte das Feuerwehr-Ehrenamt noch einmal an Attraktivität gewinnen, denn Mitglieder könnten die Freiwilligen Feuerwehren nie genug haben.

Auf Quereinsteiger angewiesen

Derzeit engagieren sich insgesamt 2011 Frauen und Männer aktiv in den Wehren des Havellands. Die Zahl sei in den vergangenen Jahren nur wenig zurückgegangen. Ein Fakt, auf den man durchaus stolz sein dürfe. Dennoch sei vor allem die Tageseinsatzbereitschaft an einigen Standorten nur schwer zu sichern. „Daher müssen wir auch immer mehr Quereinsteiger, auch im höheren Alter, in den aktiven Dienst der Feuerwehr übernehmen“, so Schneider.

Zwar seien die Jugendabteilungen mit derzeit rund 678 Mädchen und Jungen durchaus gut besetzt. Allein durch die Übernahme des eigenen Nachwuchses könnten die Feuerwehren aber kaum existieren. „Wir bekommen es aber noch überall hin, einsatzfähig zu sein“, betont Schneider.

Ehrenvolle Aufgabe

Dabei sei das Ehrenamt in der Feuerwehr sehr attraktiv. „In der Freiwilligen Feuerwehr zu sein, ist eine ehrenvolle, aber auch herausfordernde Aufgabe“, sagt Lothar Schneider. Aktive Kameraden müssten vor allem körperlich fit sein, um den großen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei können sie in vielen Wehren im Havelland auf modernste Technik zurückgreifen.

Fast noch wichtiger sei aber kameradschaftliches Verhalten. „Jeder muss sich im Einsatz auf jeden verlassen können. Hier entstehen sehr häufig Freundschaften, die sogar über das Feuerwehrleben hinaus gehen“, betont Schneider.

Von Ulrich Hansbuer