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Havelland Havelländer sind im Schnitt 45,8 Jahre alt
Lokales Havelland Havelländer sind im Schnitt 45,8 Jahre alt
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16:54 14.12.2016
Im OSZ in Friesack fand der erste Kreisseniorentag statt. Quelle: Laura Sander
Friesack

Einkaufsmöglichkeiten, Nahverkehr und ärztliche Versorgung – Lebensqualität beginnt im eigenen Wohnumfeld. Doch gerade im ländlichen Raum ist es mit der zumutbaren Erreichbarkeit oftmals nicht weit her. Um Einfluss zu nehmen und den Bedarf älterer Menschen aufzuzeigen, kamen am Mittwoch Vertreter der zehn Seniorenräte und -beiräte sowie Vertreter des Landkreises, der Städte und Gemeinden des Havellands und weiterer Institutionen im Friesacker Oberstufenzentrum (OSZ) zusammen. Der erste havelländische Kreisseniorentag – ein Novum im Land Brandenburg – stand unter dem Motto „Älter werden im vertrauten Umfeld“ und wurde vom Kreisseniorenrat organisiert.

Durchschnittsalter auf 45,8 Jahre gestiegen

„Wir sind ein beratendes Gremium und Bindeglied zwischen Gemeindevertretungen, Institutionen und Senioren im Havelland. Wir greifen Hinweise und Probleme auf und unterstützen ehrenamtliche Arbeit“, so Thea Hoedt, zweite Vorsitzende des Kreisseniorenrates. Ein offenes Ohr für ihre Belange habe in der Vergangenheit vor allem der Landkreis gehabt. „Das Thema betrifft uns alle – seit der Wende ist das Durchschnittsalter im Havelland von 37,8 auf 45,8 Jahre gestiegen. 2030 sind wahrscheinlich über 30 Prozent der Bevölkerung im Landkreis über 65 Jahre alt“, so Landrat Roger Lewandowsi (CDU). „Schon jetzt sind wir dabei, die Folgen des demografischen Wandels zu kompensieren – das kreisliche Demografieprojekt läuft seit mittlerweile sechs Jahren erfolgreich“, so Lewandowski weiter. „Mit der Notwendigkeit, das eigene Wohnumfeld zu verbessern, wurde hier ein wichtiger Nerv getroffen. Immerhin wird rund die Hälfte aller Senioren im Havelland von der eigenen Familie versorgt und etwa ein Drittel wird ambulant gepflegt.“ Auch die Themen Altersarmut und bezahlbares altersgerechtes Wohnen könnten in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Herausforderungen und Alternativen

Um diese Herausforderungen anzugehen sowie Alternativen und Lösungsvorschläge aufzuzeigen, waren am Mittwoch das Gemeinschaftswerk Pflege und Wohnen, die Havellandkliniken, die Akademie 2. Lebenshälfte aus Potsdam sowie die Polizei vor Ort. „Es wird ein breites Spektrum an Informationen über das Altwerden im eigenen Zuhause geboten. Das freut uns natürlich sehr“, so Margot Kleinert vom Falkenseer Seniorenbeirat.

Möglichkeiten aufzeigen wollte auch die mobile Optikerin Anja Bergmann aus Rathenow. „Ich bin seit diesem Jahr im ganzen Havelland unterwegs und mache Hausbesuche. Neben der Augenmessung und der Auswahl des richtigen Brillengestells berate ich zudem in Gesundheitsfragen“, so Bergmann, die in Zukunft auch regelmäßige Sprechstunden in den Kommunen plant. „Ich merke die Dankbarkeit der Menschen, die nicht extra nach draußen müssen. Sie bleiben im vertrauten Umfeld, fühlen sich wohl und weniger gestresst“, sagt die Optikerin.

Von Laura Sander

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