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Havelland Havelländer wollen die Berliner locken
Lokales Havelland Havelländer wollen die Berliner locken
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05:40 17.01.2018
Grüne Woche heißt nicht nur Häppchen ergattern, sondern auch Tiere schauen und gegebenenfalls streicheln.
Grüne Woche heißt nicht nur Häppchen ergattern, sondern auch Tiere schauen und gegebenenfalls streicheln. Quelle: Foto: dpa
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Havelland

Wenn ab Donnerstag die Gäste und Aussteller aus aller Welt zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin pilgern, sind auch viele Havelländer wieder mit dabei. Die meisten Aussteller von ihnen zieht es in die Brandenburghalle 21a, die beim Berliner Publikum traditionell besonders beliebt ist. „Wie in den vergangenen Jahren auch bieten wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit, sich auf der Grünen Woche zu präsentieren“, sagt Katja Brunow vom Tourismusverband Havelland. Die Grüne Woche ist eine klassische Häppchen-Messe: Der Gemeinschaftsstand wird deshalb vor allem von Anbietern regionaler Produkte genutzt.

Zum Auftakt am Freitag dieser Woche bieten zwei Imker aus der Region ihren Honig und andere Produkte an. Michael Meyer aus Görne ist Vorsitzender des Friesacker Imkervereins und kümmert sich besonders intensiv um Nachwuchsimker. „Ich bin das erste Mal dabei und sehe das als riesige Chance, um Werbung für das Imkerhandwerk zu machen“, sagt Meyer. Unterstützt am Stand wird er von Christian Wendt aus Paulinenaue. Wendt ist Bioimker und setzt sich wie Meyer für mehr blühende Pflanzen in der Agrarlandschaft ein. Verkostet werden neben Honig auch Met und Bärenfang. Das ist ein Honiglikör auf Wodkabasis, der nach Angaben von Michael Meyer ziemlich süffig sein soll.

Die Pension Sperlingshof aus Dallgow-Döberitz ist dagegen schon ein regelmäßiger Messegast: „Wir sind schon seit drei Jahren dabei“, sagt Gerd Koallick, der am Samstag und Sonntag mit am Gemeinschaftsstand stehen wird. Die hungrigen Messebesucher können unter anderem mit Wurst, Marmelade und einer Wurstsuppe verköstigt werden. Nebenher wird Koallick dann noch das Programm des Sperlinghofs nahe bringen, der sich auf Radtouren in der Region spezialisiert hat.

Am Montag sind dann zwei Havelländer Betriebe in der Halle vertreten, die sich der regionalen Küche verschrieben haben: „Wir wollen gemeinsam mit dem Restaurant Schwedendamm aus Rathenow zeigen, wie gut die regionale Küche im Havelland sein kann“, sagt Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH. Aus Ribbeck kommt unter anderem Wildleberwurst, Birnenschnaps und Kartoffelsuppe auf dem Tisch. Beide Betriebe bilden mit 13 anderen Restaurants und Gaststätten aus der Tourismusregion Havelland das Netzwerk „Havellandküche“, das sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Küche so viel regionale Produkte wie möglich zu verwenden. „Die Havellandküche ist vor einem knappen Jahr gegründet worden. Auf der Grünen Woche stellen wir sie also zum ersten Mal vor“, so Wasser.

Auch der Dienstag der kommenden Woche steht im Zeichen der Havellandküche. Am Gemeinschaftsstand zu Gast sind dann das Restaurant „Zum Alten Hafen“ aus Rathenow und Fischer Wolfgang Schröder aus Strodehne. „Bei uns gibt’s unter anderem Fischbuletten“, sagt Fischer Wolfgang Schröder, der auch in den vergangenen Jahren schon mit Michael Schönberg vom Alten Hafen zusammen angetreten ist. Schönberg wird sich extra für die Messe wieder in das Kostüm eines Kaufmanns aus vergangenen Zeiten zwängen. Und weil Verkleidungen auf der Grünen Woche besonders gut ankommen, wird wahrscheinlich auch die Hafennixe beim Prospekte verteilen in der Brandenburghalle helfen.

Nicht wegzudenken von der Grünen Woche sind seit vielen, vielen Jahren die Havelbiber von der Grünen Woche. Der Optikpark und seine Maskottchen haben sich extra den Havellandtag am 25. Januar (und den darauffolgenden Tag) für ihren Besuch ausgesucht. „Wir werden wie jedes Jahr einige 1000 Flyer verteilen, Flagge zeigen und um Besucher werben“, sagt Geschäftsführer Kim Muus, der die Messe in Berlin auch nutzen will, um mit anderen Touristikern ins Gespräch zu kommen.

Am Abschlusswochenende ist der Stand des Tourismusverbandes dann noch einmal ganz in Bauernhand: Am 27. Januar kann man bei Detlef Unkert aus Wiesenaue unter anderem schokoladenfarbene Hühnereier bestaunen. Sie stammen von „Marans“, einer besonderen Hühnerrasse aus Frankreich. Am 28. Januar wird dann Jens Schmücker aus Spaatz Wurstwaren aus eigener Herstellung unter die Messebesucher bringen.

Der Kreisbauernverband des Havellandes wird in der Hauptstadt am 25. Januar seine Pläne für die Brandenburger Landpartie vorstellen. Sieben Bauernhöfe rund um Nauen sollen dann bei einer Radtour erkundet werden können.

Am Stand des Landesbauernverbandes präsentiert Kreisbauern-Chef Dirk Peters außerdem selbst gepresstes Raps- und Sojaöl aus dem Havelland.

Von Ralf Stork