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Havelland In Paretz wurde ein Jungstorch adoptiert
Lokales Havelland In Paretz wurde ein Jungstorch adoptiert
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13:18 03.09.2014
Auch in diesem Jahr wurde im Osthavelland in 27 Nestern kräftig geklappert. Quelle: Peter Kochan
Havelland

Als beide Altstörche nicht mehr auf dem Paretzer Nest saßen, hatte Claudia Hipp einen schlimmen Verdacht. Und richtig: Die zwei am 24. Mai geschlüpften Jungstörche auf ihrem Hof waren tot, wie eine Kontrolle ergab. Vermutlich zu sehr ausgekühlt, kurz zuvor hatte es heftig geregnet. Nun drohten die Elterntiere dem Storchenhof den Rücken zu kehren, und so suchte die Hofchefin Ersatz. „Ich habe sofort in der Storchenstation in Loburg angerufen“, sagt Claudia Hipp. Dort gab es tatsächlich einen Jungstorch, der in Wittenberg aus einem Nest gefallen, jedoch unverletzt geblieben war. Den durfte sie mit nach Paretz nehmen, setzte ihn vorsichtig ins Nest. „Es war spannend, ob die Altstörche ihn annehmen“, erinnert sie sich. Doch drei Stunden später nahmen sie den Kleinen wahr und fingen sofort an zu füttern. Die Adoption war geglückt.

66 Jungtiere sind durchgestartet

Dieter Stark kann sich nicht daran erinnern, dass schon mal ein Storch adopiert worden ist in seinem Zuständigkeitsbereich. „Es ist eine schöne Sache“, sagt der Storchenvater des Osthavellandes, der den Kontakt nach Loburg (Sachsen-Anhalt) hergestellt und sich selbst überzeugt hatte, dass das Experiment gelungen ist.
„2014 war ein gutes Storchenjahr“, kann Stark bilanzieren. In 27 Nestern, in denen gebrütet wurde, konnten insgesamt 66 Jungstörche ihren ersten Flug antreten – in etwa so viele wie im vergangenen Jahr. Allerdings gab es auch in diesem Jahr wieder acht Jungvögel, die zu Tode kamen – neben Paretz unter anderem in Niebede, Tietzow und Wagenitz. In Friesack am Markt lagen drei Eier im Nest, aus denen aber letztlich kein Storch geschlüpft ist. „Dort sind die Eier kalt geworden. Weil ein Feuerwerk stattgefunden hat, brachen die Störche das Brutgeschäft ab“, beklagt Stark. Und so etwas komme leider immer wieder vor, unter anderem in Groß Behnitz.

Aber nicht nur Wetter oder Feuerwerke setzen dem Storchennachwuchs zu. Manchmal werden die Nester auch von anderen Vögeln angegriffen. „In Friesack am Bahnhof haben Kolkraben die Störche attackiert“, sagte Stark. Offenbar hatten sie Appetit auf den Nachwuchs. Doch die Hausherren konnten sich behaupten, Wochen später wurden alle drei Jungtiere flügge. Kämpfe zwischen Artgenossen wurden zudem aus Eber eschenhof gemeldet.
Immer wieder wird Dieter Stark um Hilfe gebeten, wenn es darum geht, Nester zu erneuern oder – wie demnächst in Buchow-Karpzow – umzusetzen. Dort steht der Mast mit dem seit Langem gut angenommenen Nest auf einem historischen Weg, der jetzt wiederhergestellt werden soll. „Wir werden das Nest jetzt um 15Meter versetzen“, sagt der Storchenvater, der bei seiner ehrenamtlichen Arbeit sehr viel von seiner Frau Ursula unterstützt wird.

Von Andreas Kaatz

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