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Havelland Bauern wollen mit junger Truppe in den Kreistag
Lokales Havelland Bauern wollen mit junger Truppe in den Kreistag
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18:17 20.05.2019
Das Spitzentrio der Wählergruppe Bauern. Von links: Andreas Götze, Stefanie Peters, Heiko Gräning vor einem Bienenhotel Quelle: Joachim Wilisch
Havelland

Früher waren die Wählergruppe Bauern und der Kreisbauernverband ziemlich eng verflochten. Ganz so eng geht es nicht mehr. Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes hat sich für die SPD entschieden, er kandidiert für den Landtag.

Das große Plus

Dirk Peters, Chef des Kreisbauernverbandes im Havelland ist froh, dass es am Ende doch eine Liste gibt, auf der Landwirte kandidieren, die sich nicht parteigebunden fühlen. „Das war immer ein großes Plus für uns“, sagt er bei einem Ortstermin.

Viele Gespräche

Lange sah es gar nicht so aus, als würde es eine Liste mit Landwirten geben. Dann aber fruchteten die Gespräche. Das ist so, weil sich Peters und einige seiner Vorstandsfreunde darauf verständigt hatten, junge Leute nach vorne auf die Liste zu holen. „Wir stehen hier wirklich für den Generationswechsel“, sagt Peters. Er selber kandidiert nicht für den Kreistag. „Ich bewerbe mich um ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung Nauen“, so Peters.

Sicher ambitioniert

Heiko Gräning aus Warsow hat kommunalpolitische Erfahrung. Als Ortsvorsteher und Gemeindevertreter weiß er, wie das kommunalpolitische Geschäft läuft. „Unser Ziel sind drein bis vier Mandate“, sagt Gräning. „Das ist sicher ambitioniert, aber wir wollen uns durchaus etwas zutrauen.“

Ein alter Hase

Stefanie Peters aus Nauen arbeitet in einem Agrarbetrieb und ist bei den Landfrauen aktiv. Andreas Götze kommt aus Ketzin. „Diese drei jungen Leute stehen bewusst vorne“, sagt Kreisbauernchef Dirk Peters. Und er räumt ein, dass man auch bei der Wählergruppe Bauern nicht auf Erfahrung verzichten wollte. „Darum ist Gerhard Stackebrandt dabei, das ist ein alter Hase aus Hohennauen, der genau weiß, wie es im Kreistag zugeht.“

Gerhard Stackebrandt (rechts) will wieder in den Kreistag. Quelle: Norbert Stein

Stefanie Peters und Andreas Götze geben zu, dass sie keine kommunalpolitische Erfahrung haben. „Aber ich glaube, dass man sich einbringen muss, wenn man Ziele erreichen möchte“, sagt Stefanie Peters. Zudem gebe Heiko Gräning schon mal den einen oder anderen Tipp.

Zuvor Feldnachbarn

Die drei Spitzenbewerber der Landwirte haben sich vorher nicht gekannt. „Man weiß, dass es den anderen gibt und wir waren schon früher Feldnachbarn“, sagt Andreas Götze. „So hatte man schon mal zusammen etwas zu bereden.“ Richtig zusammengekommen seien sie aber erst durch die Kandidatur, sagen die drei Bewerber.

Auch Sozialpolitiker

Und es hat gepasst. Die drei Junglandwirte harmonieren, sie spielen sich die politischen Bälle zu. Für die Wählergruppe Bauern geht es im Havelland aber nicht nur um Landwirtschaftsthemen. „Wir setzen uns auch für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land ein, wir wollen den Ausbau und die Modernisierung von Kitas und Schulen und wir sind für zukunftsorientierte Strategien bei der Pflege.“ Heiko Gräning macht deutlich: die Landwirte können auch Sozialpolitik.

Alles ist wichtig

Letztendlich sei es wichtig alle Themenfelder zu besetzen – denn viele Details lassen sich mit den großen Zielen für den ländlichen Raum in Verbindung bringen, so Stefanie Peters. Dazu gehören auch Naturschutzbelange.

Die Verbindung bleibt

Das Trio mach deutlich, dass die Kandidaten der Wählergruppe Bauern in der modernen Zeit angekommen sind. Dazu gehören auch die sozialen Netzwerke, in denen die Kandidaten sicher unterwegs sind.

Die Verbindung zum Kreisbauernverband bleibt. Darum hat auch Dirk Peters Ziele formuliert, mit denen die Kommunalpolitiker der Landwirte im Kreistag arbeiten sollen. Jetzt schauen die Kandidaten mit Spannung auf den kommenden Sonntag. Selbstbewusst sind sie. Auf dem Werbeflyer mit den Kandidatenköpfen sind ganz unten zwei Kinder zu sehen – mit dem Vermerk: „Wir kandidieren später.“

Von Joachim Wilisch

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