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Havelland Radwege: Lücken werden erst nach 2020 geschlossen
Lokales Havelland Radwege: Lücken werden erst nach 2020 geschlossen
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15:41 29.03.2019
Radwege an Kreis- und Landstraßen sollen ab 2021 ausgebaut werden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Rathenow

Für den Geschäftsführer des Tourismusverbandes Havelland ist das keine bahnbrechende Neuigkeit: Fahrradtouristen spielen in den Gästebilanzen inzwischen eine beachtliche Rolle. Im vergangenen Herbst hatten Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Havelland einen Antrag gestellt, der zum Ziel hatte, einen Fahrradverkehrsbeauftragten in der Kreisverwaltung zu benennen.

Am liebsten hätten Linke und Bündnisgrüne es gesehen, wenn die Stelle ausgeschrieben worden wäre. So weit wollte Landrat Roger Lewandowski nicht gehen. Eine halbe Stelle hat er den Antragstellern zugebilligt. Nun ist diese halbe Stelle besetzt.

Jennifer Wydra kümmert sich in der Kreisverwaltung um das Thema. Sie ist im Referat Wirtschaftsförderung und hat sich hier in den vergangenen Monaten sehr intensiv mit der Kulturentwicklungsplanung des Kreises befasst.

Kultur und Fahrrad

Jetzt also Fahrrad- statt Kulturthemen – oder besser beides. Denn die eine Hälfte der Arbeitszeit mag den Pedalrittern gehören, die andere Hälfte muss sie weitere Aufgaben wahrnehmen.

Mittlerweile gebe es in einigen Regionen des Kreises sehr viele Leute, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, sagt Tobias Bank, der in der zu Ende gehenden Wahlperiode des Kreistages der Linksfraktion angehörte. „Dieser Weg zur Arbeit muss sicher sein.“

Die Bürgerinitiative Radweg Rathenow-Böhne gibt nicht auf. Der Radweg kommt nach 2020. Quelle: Norbert Stein

Ähnliches gelte auch für Schulwege. Das Fahrrad habe als Transportmittel, als Sportgerät und als Tourismusprojekt hohen Stellenwert. Ein Fahrradbeauftragter soll auch den Radwegebau in und zwischen den Kommunen koordinieren. Das hatte vor Jahresfrist verschiedene Initiativen aus dem Raum Falkensee dazu veranlasst, Kreistagsabgeordnete auf das Problem aufmerksam zu machen.

Zuerst eine Bestandsaufnahme

Dort stellte sich jetzt Jennifer Wydra vor und machte den Mitgliedern der Falkenseer Arbeitsgemeinschaft Radwege deutlich, wo derzeit ihr Schwerpunkt bei der Arbeit als Fahrradverkehrsbeauftragte liegt. Sie kümmere sich vorerst um eine Bestandsaufnahme, erläuterte sie.

Bestandsaufnahme heißt aber nicht nur, dass Jennifer Wydra einen Überblick über alle Radwege im Kreis verschafft sondern auch zu den weiteren Angeboten. Dazu zählen zum Beispiel, Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen.

Bekanntes Problem

Bei dem Treffen in Falkensee wurde Jennifer Wydra auch mit einem Problem aus Rathenow konfrontiert. Zwischen Kreisverkehr bei Steckelsdorf und Böhne fehlen rund zwei Kilometer Radweg. Eine Bürgerinitiative in Böhne, deren Kopf Hans-Jürgen Wodtke ist, setzt sich neben einer besseren Infrastruktur rund um die Bushaltestellen für den Lückenschluss ein.

Zuständig ist der Landesbetrieb für Straßenwesen. Dieser hat lange Zeit sämtliche Anfragen zu dem Lückenschluss abgeschmettert. Kinder könnten den Havelradweg nutzen. Diese Alternativstrecke hat keine Lücken. Sie führt aber durch relativ einsame Gegenden und ist doppelt so weit. Für den Weg zu Schule sei das nur schwer hinzunehmen, sagt Wodtke.

Erst nach dem Jahr 2020

Inzwischen gibt es Hinweise, dass die Radweglücken nach dem Jahr 2020 geschlossen werden könnten. Wenn das konkret geplant wird, dann kann Jennifer Wydra helfen. Denn genau hier soll die Arbeit der Fahrradverkehrsbeauftragten einsetzen. Sie könnte – wenn verschiedene Kommunen involviert sind – Fördermittelanträge begleiten und die Kommunalpolitiker beraten.

Von Joachim Wilisch

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