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Havelland Kita-Betreuung soll erweitert werden
Lokales Havelland Kita-Betreuung soll erweitert werden
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11:50 25.05.2020
Auch wenn die Kita-Gruppen bald größer werden: An einen Normalbetrieb ist derzeit noch nicht zu denken. Quelle: dpa-Zentralbild
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Havelland

Der Landkreis Havelland hat eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der die Kindertagesbetreuung erweitert werden soll. So sollen ab dem 2. Juni möglichst viele Kinder an fünf Tagen in der Woche betreut werden. Die Kindertagesstätten müssen sich dabei allerdings an die Vorgaben der am 20. Mai aktualisierten Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg halten.

Neue Gruppengrößen

Die neue Gruppengröße ist in der Betriebserlaubnis der jeweiligen Einrichtung festgelegt, maximal dürfen sich 18 Kinder über drei Jahren und bis zu 10 Kinder unter drei Jahren in einem Raum aufhalten. Kontakte zwischen den Gruppen sollten in den Innen- sowie Außenanlagen möglichst vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. 

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Zunächst sollen Kinder von erwerbstätigen Eltern und ab dem 8. Juni dann möglichst alle Vorschulkinder betreut werden. Bei Eltern im Homeoffice ist der Zugang zur eingeschränkten Regelbetreuung ab dem 22. Juni möglich. Berufliche Systemrelevanz spielt dann keine Rolle mehr.

Anträge an die Kita-Träger

Eltern, die von der neuen Regelung zur eingeschränkten Regelbetreuung Gebrauch machen wollen, stellen ihren Antrag direkt an den Kita-Träger. Die benötigten Formulare werden auf der Homepage des Landkreises Havelland unter www.havelland.de veröffentlicht oder sind bei den Trägern der Kindertagesbetreuung erhältlich.  

„Bei alleinerziehenden Berufstätigen und systemrelevanten Elternteilen bestehen die Regelungen zur Notfallbetreuung weiter fort, eine erneute Antragstellung ist nicht erforderlich“, heißt es in der Mitteilung des Kreises weiter. 

„Immer mehr Eltern gehen auch im Havelland nun wieder regulär ihrer Arbeit nach und sind auf eine weitere Kitabetreuung angewiesen. Mit dem Fahrplan für den Landkreis Havelland wollen wir möglichst viele Eltern entlasten, indem wir die Betreuung ihrer Kinder ermöglichen“, so Wolfgang Gall, Beigeordneter für Gesundheit, Jugend und Soziales im Landkreis Havelland.

Wolfgang Gall. Quelle: Joachim Wilisch

Gleichzeitig erhielten die freien und öffentlichen Kita-Träger den notwendigen und erforderlichen zeitlichen Vorlauf, um die umfangreichen organisatorischen Maßnahmen zu treffen, so Gall. Er bitte um Verständnis, wenn der Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb aufgrund der erschwerten Bedingungen nicht gleich reibungslos klappe, so Gall „Wir freuen uns jedoch, eine Regelung im Havelland gefunden zu haben, die Eltern und Kindern entgegenkommt.“  

Kapazitäten weiterhin eigeschränkt

Trotz der neuen Regelung können im Havelland jedoch weiterhin nicht alle Kinder betreut werden. Die Aufnahmekapazität der Kinderkrippen, Kindergärten und Horte bleibt wegen des notwendigen Infektionsschutzes eingeschränkt. Erzieher, die Risikogruppen angehören, sind zudem nicht in vollem Umfang einsetzbar. Jetzt schon seien vor diesem Hintergrund mehrere Kitas an ihre Kapazitätsgrenze gelangt, so Gall.

Eine umfassende Rückkehr in den Regelbetrieb ist nach Einschätzung Galls aktuell noch nicht abzusehen. Entscheidend sei hier das weitere Infektionsgeschehen, welches durch das Gesundheitsamt beobachtet werde. Bei einem erneuten Ausbruch werde das Gesundheitsamt die Infektionskette genau nachverfolgen und die notwendigen Maßnahmen treffen.

Von MAZ