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Havelland Havelland-Pokal wandert nach Potsdam
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14:15 02.02.2015
Höchste Konzentration – dann klappt es beim Skat-Marathon. Quelle: U. Hoffmann
Rathenow

In diesem Jahr kamen 50 Skatspieler im Blauen Saal des Kulturzentrums zusammen. „Mit der Teilnehmerzahl bin ich zufrieden“, sagte Guido Gericke aus Jerchel, Vorsitzender der Westhavelländer Asse.

In diesem Jahr kamen sie unter anderem aus dem Havelland, Zehdenick, Eberswalde, Löwenberg, Potsdam, Templin, Angermünde und aus Staßfurt und Schwedt. Veronika Burow aus Sieversdorf kam vor zwei Jahren das erste Mal nach Rathenow.

In diesem Jahr beteiligten sich drei Frauen am Spielmarathon: Veronika Burow, Carmen Schulze aus Eberswalde und Jana Schillings aus Potsdam. „Wir spielen bis 23 Uhr“, sagte Guido Gericke. „Gespielt werden fünf Serien je 48 Spiele. In die Tandem-Wertung gehen vier Serien ein.“ Beim Turnier gelten die Regeln der Internationalen Skatordnung von 2002. „Wir lassen aber Ramsch zu“, so Guido Gericke.

Die Westhavelländer Asse haben zehn Mitglieder. Aber viele Spieler, die nicht in Vereinen organisiert sind, kommen im Westhavelland beispielsweise auch bei der Volkssolidarität oder in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Körgraben zusammen. In der „Biberburg“ oder der „Pension am See“ trifft man sich ein- oder, zweimal in der Woche zum Skat. Bei der Rhinower Awo kommen jeden Donnerstag bis zu 17 Skatspieler zusammen.

Das Skatspiel und der Skat-Marathon

Der Begriff Skat geht nach allgemeiner Ansicht auf das lateinischstämmige Verb scartare zurück und bedeutet sinngemäß „das Weggelegte“. Damit sind die beiden Karten gemeint, die beim Geben verdeckt beiseite gelegt und Skat genannt werden.
Ab dem Jahr 1810 wurde Skat aus dem älteren Kartenspiel Schafkopf entwickelt und im September 1813 in der thüringischen „Skatstadt“ Altenburg vorgestellt. Am 7. August 1886 fand der erste deutsche Skatkongress mit mehr als 1 000 Teilnehmern in Altenburg statt. 1899 wurde der Deutsche Skatverband mit Sitz in Altenburg gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1953 der Sitz des Verbandes nach Bielefeld verlegt. 2001, elf Jahre nach der Wiedervereinigung, kehrte er wieder nach Altenburg zurück. Dieser Schritt wurde 2005 mit der Schließung der Geschäftsstelle Bielefeld abgeschlossen. Am 1. Dezember 2001 wurde das Internationale Skatgericht in Altenburg gegründet.
Skat ist in Deutschland weit verbreitet und wird auch sportlich organisiert betrieben, mit Skat-Verband, Vereinen, Ranglisten und sogar einer Bundesliga. Die meisten deutschen Skatvereine sind dem Deutschen Skatverband (DSKV) angeschlossen.
Seit der Jahrtausendwende begannen besonders die organisierten Skatspieler, sich vermehrt im Online-Skat zu engagieren. Die Meisterschaften im Web werden vom DOSKV – Deutscher Online Skatverband e.V. ausgetragen.
Der Skat-Marathon in Rathenow war bis vor einigen Jahren ein 24-Stunden-Skat-Marathon, bei dem die Spieler einen Tag und eine Nacht durchhalten mussten.

Unter ihnen auch Peter Wendorff, der zum Skatmarathon in seine Geburtsstadt Rathenow kam. „In den letzten beiden Runden hatte ich gerade starke Gegner“, ging Wendorff nach der Pause zum Tisch zurück. „Aber ich hoffe, dass es gleich besser wird.“ Den Havelland-Pokal holte Carsten Bielig aus Potsdam mit 6 101 Punkten und einem Vorsprung von 62 Punkten auf den Zweitplatzierten. „Ich bin in Rathenow geboren“, so der Spieler, der Skat schon im Kindesalter lernte und bereits seit sieben Jahren an Turnieren teilnimmt.

Den Pokal für die „Beste Dame“ nahm Carmen Schulze aus Eberswalde, die seit 33 Jahren spielt, mit nach Hause. Mit 5737 Punkten belegte sie Platz 6 in der Gesamtwertung.

Von Uwe Hoffmann

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