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Havelland Besucheransturm am Havelland-Tag
Lokales Havelland Besucheransturm am Havelland-Tag
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17:42 25.01.2019
Nach einem erfolgreichen Kreiserntefest im MAFZ Erlebnispark in Paaren übergab Bürgermeister Bodo Oehme an seinen Amtskollegen Ralf Tebling aus Premnitz. Quelle: Laura Sander
Havelland/Berlin

Zu einem Glas Milch kann Landrat Roger Lewandowski einfach nicht Nein sagen. Wie gut, dass Enrico Voigt von der Agrargenossenschaft Gülpe neben einem großen Stück Schinken auch einige Liter Milch aus seinem Betrieb mitgebracht hatte. Verarbeitet wurden die Zutaten aus der Havelregion im Pro-Agro-Kochstudio auf der Grünen Woche in Berlin.

Zutaten von regionalen Zulieferern

Hier fand am Freitag der Havelland-Tag statt, in der Brandenburghalle wurde es eng. Chefkoch Sebastian Crakau kocht seit 2015 im Rathenower Restaurant „Alter Hafen“ und spannte den Landrat gleich als Küchenhelfer ein. „Kartoffelpüree, das sollte ich wohl noch hinbekommen“, scherzte Lewandowski und stampfte gleich drauf los.

Zutaten bezieht Chefkoch Crakau zu großen Teilen aus der Region, seinen Fisch lässt er sich fangfrisch von Fischer Wolfgang Schröder aus Strodehne liefern, Fleisch und Milch bekommt er aus Gülpe.

Es wurde gekocht, gekostet und gelacht. Das Havelland zeigte auf der Grünen Woche, wie vielfältig es ist. Gutes Essen, Erholung und allerlei Buntes sollen Messebesucher in die Havelregion locken.

Milchpreise: Ein Landwirt findet klare Worte

Trotz bunter Messeatmosphäre fand Enrico Voigt klare Worte: „Auch im vergangenen Jahr konnten wir für unsere Milch nicht die Preise erzielen, für die es sich lohnt weiterzumachen. Das Wohl der Tiere rückt immer stärker in den Fokus und wir wollen die Forderungen umsetzen“, so der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Gülpe mit insgesamt 280 Kühen. Doch mit dem derzeitigen Milchpreis könne man kaum produzieren und schon gar nicht investieren.

Zufrieden mit seinem Kartoffelstampf, das mit einem Schuss der Gülper Milch den richtigen Grad an Cremigkeit erreichte, genehmigte sich Roger Lewandowski eine Birne. Die hatte zuvor Brandenburgs Finanzminister Christian Görke aufgeschnitten. „Der Besuch auf der Grünen Woche gehört für mich zur Tradition. Ich bin geborener Havelländer und freue mich über jede Gelegenheit, den Landkreis bekannter zu machen“, so der Rathenower.

Von Birnen und Fontane

Die Birne, das wohl havelländischste Obst, gab es in Halle 21 als Stressverminderer aus Gummi und in Knautschform. Am Stand des Landkreises bot das Schloss Ribbeck allerhand Leckereien rund um die süße Frucht an. Birnenlikör, -brand und -quark gab es bei Koch-Azubi Alexander Niclaus und Gertraud Schmidt, die normalerweise im Schloss Ribbeck die Besucher begrüßt.

Einen prominenten Gast wird sie in diesem Jahr wohl häufiger zu Gesicht bekommen: Theodor Fontane, verkörpert von Schauspieler Hank Teufer, wird dort am 1. Mai das Fontane-Museum eröffnen.

Erntekrone an Premnitz übergeben

Ohne den typischen Fontane-Schnauzer, dafür mit einem stolzen Lächeln im Gesicht übernahm der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling die Erntekrone von seinem Schönwalder Amtskollegen Bodo Oehme. Damit ist Premnitz Ausrichter des diesjährigen Kreiserntefestes am 1. September. Die Kommune hat sich viel vorgenommen. „Wir sind eine Industriestadt, eine Stadt voller Energie. Mit diesem Motto wollen wir einen neuen Besucherrekord aufstellen“, so Tebling. Über 5000 Besucher, die 2018 in den MAFZ Erlebnispark strömten, gilt es dabei zu überbieten.

Andächtig und mit der schweren Erntekrone im Gepäck verließ der Premnitzer Bürgermeister die Bühne. Hier begeisterten neben dem erfolgreichen Jugendblasorchester auch das Tanzensemble Regenbogen aus Falkensee und die Mädchen der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik vom SV Dallgow.

Landfrauen geben Rätsel auf

Die Herstellung der Erntekronen übernehmen traditionell die Landfrauen, etwa eine Woche brauchen selbst geübte Hände für alle Arbeitsschritte. Anlässlich des Havelland-Tags stellten die Landfrauen Roger Lewandowski und Finanzminister Christian Görke auf die Probe. Süßungsmittel galt es zu erraten. Vom Zuckerrübensirup, über Birnen-Apfelkraut bis Stevia – mit ein paar Tipps war die Aufgabe schnell gelöst.

„Wir wollen die Menschen wach rütteln und darüber informieren, wie viele Arten von Süßungsmitteln es überhaupt gibt, was pflanzlich oder synthetisch hergestellt wird“, so Karin Gemballa.

Von Laura Sander

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