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Havelland Hochzeitsmesse zeigt neue Trends
Lokales Havelland Hochzeitsmesse zeigt neue Trends
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19:08 28.01.2018
Bei der Modenschau auf der Bühne in der Brandenburghalle präsentierten Models diverse Brautkleider in verschiedenen Farben. Quelle: Carsten Scheibe
Paaren im Glien

Das Wetter ist diesig und nass, die Temperaturen sind im Keller. Aber das wird nicht mehr lange so bleiben. Viele Paare planen jetzt ihre Hochzeit im nahen Frühling. Und weil es sich lohnt, einen solches Event lange im Vorfeld zu planen, strömten viele junge Paare am Wochenende in den MAFZ-Erlebnispark in Paaren in Glien. Dort erlebten die Besucher an zwei Tagen die erste Hochzeitsmesse des neuen Jahres. Übrigens zum ersten Mal in eigener Regie des MAFZ. Geschäftsführer Steffen Krebs: „Früher war die Hochzeitsmesse bei uns eingemietet, jetzt kümmern wir uns selbst um die Organisation. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Knapp 30 Aussteller waren vor Ort.“

An zahlreichen Ständen konnten sich die Besucher über alles informieren, was eine Hochzeit ausmacht. Jane Katrin ist so etwa schon seit sieben Jahren dabei. Gemeinsam mit zwei Musikern sorgt sie nicht nur während der Trauungszeremonie für die passende Live-Musik, sondern kümmert sich auch bei der Feier danach um eine möglichst volle Tanzfläche: „Ich war in den letzten Jahren bestimmt auf ein paar hundert Hochzeiten. Live-Musik ist den Paaren sehr wichtig“, weiß die Expertin.

Damit der schönste Augenblick im Leben der Paare auch für die Nachwelt festgehalten wird, stehen Hochzeitsfotografen ganz weit oben auf der Planungsliste der Pärchen. Nadine Hennig aus Falkensee fängt seit mehr als zehn Jahren die schönsten Momente ein: „Wenn ich den ganzen Tag eines Brautpaares begleite, schieße ich leicht bis zu 2000 Bilder. Auffallend ist, dass die Paare nicht nur auf die klassischen gestellten Fotos Wert legen, sondern zunehmend auch natürlichere Aufnahmen wünschen, also nicht gestellte Bilder, die ich aus der Ferne aufnehme. Sie fangen die Stimmung des Augenblicks einfach viel besser ein.“

Zwischen all den Ausstellern, die vor dem großen Tag noch rasch eine permanente Haarentfernung versprechen, eine Lasershow zur Unterhaltung der Gäste planen oder den einen oder anderen Alleinunterhalter propagieren, fiel ein Stand besonders auf. Sara Dieng von „Happily Ever After“ aus Berlin stellte selbst gemachte oder aus fernen Ländern importierte Deko-Artikel zur Verfügung, die eine Hochzeit auf rein visueller Basis schöner gestalten: „Ich hatte für meine eigene Hochzeit schöne Deko-Artikel gesucht. Im Internet habe ich tolle Stücke gesehen, konnte sie aber nicht kaufen. Also haben wir das in ausgiebiger Handarbeit selbst gemacht“, erzählte sie. Sehr oft würden inzwischen Traubögen für freie Hochzeiten gebucht. Und ein Muss auf jeder Hochzeit sei längst eine dekorative Candybar mit Süßigkeiten für die Gäste. „In unserem Fundus befinden sich inzwischen mehr als 500 Deko-Artikel – und das Sortiment wächst weiter.“

Eine Hochzeit kostet Geld. Oft geht es erst am Ende der Planung um die Blumen – und dann ist kaum noch etwas vom Budget übrig. Sören Bergmann vom Floristikfachgeschäft Blüten-Stiel aus Schönwalde-Glien: „Man muss auch beim Blumenschmuck bedenken, wie viel Zeit und Aufwand in den Gestecken und Arrangements steckt.“ Kollegin Jeannette Bergmann ergänzte: „Wir beobachten zurzeit bei den Hochzeitsblumen einen Trend hin zum Vintage, ein rustikaler, alter Stil – so etwa wie beim Shabby Chic, den man bei den Möbeln ja auch sieht.“

Bei den Brautkleidern sieht Annette Grothe von den Schönwalder Hochzeitsmoden ebenfalls einen klaren Trend: „Weiße Brautkleider sind seit drei, vier Jahren völlig out, die habe ich gar nicht mehr im Sortiment. Es geht hin zu einem hellen Creme, inzwischen sind auch ganz helle Lachstöne oder ein zartes Altrosa in Mode. Die Kleider sind sehr schmal geworden, der Vintage-Look ist angesagt, es wird viel mit Tattoo-Spitze gearbeitet. Und ein Schleier ist Pflicht.“

Dass eine Hochzeit mit einem großen Bums endet, darum kümmert sich Steffen Rahmel aus Nauen. Er ist seit fünf Jahren im Geschäft – mit Feuerwerk: „70 Prozent unserer Feuerwerke zünden wir auf Hochzeiten. Die Feuerwerke sind meist sieben bis zehn Minuten lang. Wir kümmern uns um alles, auch um die Genehmigungen und um die Absprache mit der Location.“

Sicher ist nach dem Messe-Wochenende im MAFZ in Paaren: Viele Paare sind mit komplett neuen Ideen nach Hause gegangen – und planen ihren besonderen Tag nun noch einmal neu.

Von Carsten Scheibe

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