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Havelland Hunderte Sänger brachten Kirche zum Beben
Lokales Havelland Hunderte Sänger brachten Kirche zum Beben
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17:45 15.01.2017
Großer Auftritt: Der Chor des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums Falkensee in der Kirche am Lietzensee. Quelle: Hans-Peter Theurich
Falkensee/Berlin

Über 300 junge Menschen in einer Kirche – das ist ein seltener Moment. Der Musiklehrer Christoph Biemer vom Falkenseer Vicco-von-Bülow-Gymnasium hat das Kunststück am Sonnabend vollbracht. Er organisierte das erste Berlin-Brandenburger Schulchortreffen, das am Samstag in der Evangelischen Kirche am Lietzensee in Berlin-Charlottenburg stattfand. Vier Chöre aus Falkensee, Charlottenburg, Friedenau und Zehlendorf präsentierten sich mit Liedern aus ihrem Winterprogramm. Damit war eine lange Probenzeit für das nicht öffentliche Treffen überflüssig.

Christoph Biemer vom Falkenseer Vicco-von-Bülow-Gymnasium. Quelle: Hans-Peter Theurich

Musikstudentin Friederike Wrobel von der Universität der Künste (UdK) bereitete die Sänger mit einem Einsingen auf ihren großen Auftritt vor. Der Laie staunte, weil diese dreißig Minuten eher an ein Fitness-Training mit körperlichen Lockerungsübungen erinnerten.

Chor-Klassiker

Als erster Chor betraten die Schüler des Heinz-Berggruen-Gymnasiums die Stufen des Altarraums. Sie trugen „If ye Love me“ von Thomas Tallis im Kanon vor, Sergej Rachmaninoffs „Bogoridtse Devo“ und schließlich das Traditional „Little David Play on Your Harp“. Die Sänger des Falkenseer Vicco-von-Bülow-Chors freuten sich offenbar auf ihren Auftritt. Sie trugen den Choral „Wie soll ich dich empfangen?“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach vor. Ebenfalls ein geistliches Lied war „Herr, nun lässest Du Deinen Diener“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Modern dagegen das zauberhafte Schlaflied „LaLeLu“ von Heino Gaze aus dem Jahr 1950, ein damals sehr beliebter Schlager. Danach folgte „Colors of the Wind“ aus dem Film „Pocahontas“ von 1995. Man merkte ihnen die Freude am Singen an. Ganz so, wie es ihr Lehrer Christoph Biemer in seiner Ansprache beschrieb: „Man sieht den Gesichtern an, wenn die Sänger ganz in der Musik sind.“ Die Klavierbegleitung spielte Yannick Wittmann, ebenfalls Student an der UdK.

Der Mond ist aufgegangen

Das Friedenauer Rheingau-Gymnasium brachte neben Bachs „Komm süßer Tod“ ein Spiritual zu Gehör. Eine junge Sängerin mit wunderbar rauer Stimme intonierte den Anfang von „Down the River to Pray“ als Solistin. Etwas Besonderes hatte sich der Chor des Droste-Hülshoff-Gymnasiums aus Berlin-Zehlendorf vorgenommen. Von Gabriel Fauré sangen sie „Cantique de Jean Racine“, an der Orgel begleitet von Kasimir Anapliotis. Der 100 Schüler umfassende Chor stand dabei auf der Empore vor der Orgel.

Zum Abschluss sangen alle vier Chöre einige Strophen des Volkslieds „Der Mond ist aufgegangen“. Christoph Biemer erinnerte daran, dass der Chorsatz des Liedes von seinem kürzlich verstorbenen Schwiegervater, dem Sänger und Komponisten Nils Köpcke, stammte.

Nach Spandau oder Potsdam ausweichen

Biemer hat den Chor des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums im Wesentlich aufgebaut und geprägt. „Es dauerte eine Weile, bis es sich in der Schule herumgesprochen hatte, dass Musik Spaß macht und man im Chor Freunde aus anderen Jahrgangsstufen kennenlernen kann. Besonders beliebt ist die Chorfahrt zum Ruppiner See, die wir zweimal im Jahr veranstalten – das schweißt zusammen“, sagte der Musiklehrer, der das große Chortreffen organisierte. „Wenn es zu weiteren Treffen Berliner und Brandenburger Chöre kommt, werden wir nach Potsdam oder Spandau ausweichen. Denn in Falkensee haben wir keine Kirche, die so vielen Teilnehmern Platz bietet“, sagte Biemer.

Von Judith Meisner

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