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Havelland Im knallroten Auto werden Einsätze koordiniert
Lokales Havelland Im knallroten Auto werden Einsätze koordiniert
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20:51 05.12.2017
Das neue Einsatzfahrzeug wird ab Januar eingesetzt.
Das neue Einsatzfahrzeug wird ab Januar eingesetzt. Quelle: Marotzke
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Wustermark

Im Depot der Wustermarker Feuerwehr steht ein neues Fahrzeug. Landrat Roger Lewandowski übergab Dienstagabend die Schlüssel des Einsatzleitwagens ELW 1 an Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz.

Allerdings bleibt der Landkreis Havelland Eigentümer des rund 160 000 Euro teuren Gefährts der Marke Mercedes Benz, denn: „Das Fahrzeug ist für die Brandschutz- und Gefahrstoffeinheit des Landkreises vorgesehen“, sagte der Landrat und ergänzte: „Er soll künftig der Führung und Koordination von Einheiten dienen. Im Wesentlichen besteht seine Aufgabe im Transport der Einsatzleitung, der Bereitstellung von Geräten zur Erkundung und Führung sowie zur Abwicklung des Funkverkehrs.“ Computer, Faxgeräte und Internetanschluss sind an Bord vorhaben.

Bislang stellte die Feuerwehr Wustermark für solche Fälle ein eigenes Fahrzeug. Dieses stand für die Brandschutz- und Gefahrstoffeinheit jedoch nur zur Verfügung, wenn es nicht durch Einsätze in der Gemeinde Wustermark gebunden war.

Während die Brandschutzeinheit bei Großeinsätzen wie Waldbränden, Hochwasser oder Zugunglücke anrückt, sind die Kräfte der Gefahrstofffeinheit zuständig wenn radioaktive, biologische oder chemische Gefahren drohen. „Unter welchen gefährlichen Bedingungen die Kameraden oft arbeiten, hat nicht zuletzt der Einsatz beim Brand in einer Firma im Gewerbegebiet in Brieselang gezeigt, bei dem im Oktober 18 Personen aus dem Rettungsdienst und der Feuerwehr verletzt wurden“, erinnerte der Landrat.

Aber neue Technik ist wertlos, wenn sie niemand bedienen kann. Daher wurden und werden zwölf Kameraden der Feuerwehr Wustermark ausbildet, „damit sie ab Januar den Einsatzleitwagen sowohl für unsere eigenen Einsätze als auch für die der Brandschutz- und Gefahrstoffeinheit des Landkreises nutzen können“, erklärte Jürgen Schulz.

Von Jens Wegener