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Havelland Imker der Region präsentieren sich im Optikpark
Lokales Havelland Imker der Region präsentieren sich im Optikpark
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16:05 07.07.2019
Imker Werner Spanowski  erklärte den Besuchern, wie der Honig aus den Waben geschleudert wird und dann ins Glas kommt. Quelle: Norbert Stein
Rathenow

Jede Menge Einblicke in die süßen Geheimnisse der Bienen und des Honigs erhielten am Samstag die Besucher beim Tag des Imkers am Eichendreieck im Rathenower Optikpark. Der Tag des Imkers wurde bundesweite gefeiert, im Optikpark hatte der Imkerverein Rathenow wie schon im vergangenen Jahr den Informations - und Unterhaltungstag rund um die Bienen organisiert.

Wie schon im vergangenen Jahr präsentierten sich die Imker der Region zum Imkertag im Rathenower Optikpark. Das Ziel war, das Interesse an der Imkerei an Bienen und an Honig zu wecken.Die Imker hatten aber nicht nur gute Nachrichten. Die Honigernte fiel eher verhalten aus.

„Bienenköniginnen werden jedes Jahr mit einem anderen Farbpunkt gekennzeichnet. 2019 mit einem grünen Punkt“, erklärte Vereinsvorsitzender Enrico Lange vor dem Schaukasten mit einem Bienenvolk. Immer wieder schauten kleine und große Besucher staunend auf die emsigen Bienen hinter der Glasscheibe.

Der Zufall

Das die Königinnen im Jahr 2019, in dem sich viele Gruppen mit Blühwiesen und Blühstreifen für Insekten um das Wohl der Bienen sorgen und kümmern, einen grünen Punkt bekommen, sei ein Zufall, sagte der Vorsitzende des Imkervereins Rathenow mit derzeit 45 Mitgliedern.

Gestiegenes Bewusstsein

Allerdings würde das verstärkte öffentliche Interesse die Entwicklung der Imkerei positiv beeinflussen, sagte Lange. Dazu beigetragen hätte auch eine Veranstaltung der Volkshochschule Havelland mit dem Imker und Rathenower Vereinsmitglied Werner Spanowski. Im September wird er erneut einen Vortrag zur Imkerausbildung an der Volkshochschule halten.

Imkertag im Optikpark. Quelle: Norbert Stein

Am Samstag zeigte er mit Susanne Arndt und weiteren Vereinsmitgliedern den Besuchern, wie Honig geschleudert wird. „Wie schwer ist die Honigwabe“, wollte Werner Spanowski von den Besuchern wissen, die sich um den Informationsstand reihten. Die Schätzung lag zwischen einem und sechs Kilogramm. „2,8 Kilogramm“ sagte Katharina, 10 Jahre, aus Rathenow und lag damit im Bereich des tatsächlichen Gewichts von 2,5 Kilogramm.

Die Schülerfirma

„Mit den Bienen blüht das Leben“, stand an einem Informationszelt geschrieben, in dem Dirk Hoeft, Lehrer und Kursleiter am Jungengymnasium digitalisierte Ergebnisse, Bienen-Quiz und Unterrichtsmaterial rund um Bienen für Fünftklässler der Schülerfirma „The Bee-Holders“ präsentierte. Die Schülerfirma kümmerte sich um zwei Bienenvölker und erntete 80 Kilogramm Honig. Die Mitglieder haben in diesem Jahr ihr Abitur gemacht.

So geht es weiter

Weiterführen werden die Schülerfirma ab September 19 Neuntklässler des Jahngymnasiums. Kinder halfen beim Bau von Insektenhotels und Imker Peter Woike zeigte, wie man Wabenrähmchen anfertigt. Und natürlich wurde über die nunmehr endende Honigsaison erzählt.

Dirk Hoeft. Lehrer und Kursleiter  am Jahngymnasium  präsentierte die digitalisierten Ergebnisse der Schülerfirma The Bee- Holders. Quelle: Norbert Stein

Diese Bilanz fällt verhalten aus. „2019 hat eine schlechte Honigernte gebracht“, sagt der erfahrene Imker Erhard Schinkmann. „Bei der Akazie haben wir 50 Prozent Ertragsausfall hinnehmen müssen“, erklärt er. Zudem hätten Akazie, Raps und weitere Pflanzenarten im April zur gleichen Zeit geblüht und sowohl den Ertrag als auch die Artenreinheit des Honigs beeinflusst.

Gut und schlecht

Die Linde brachte auf Grund der langen Trockenheit einen sehr geringen Honigertrag. Allerdings ist hier die Einschätzung regional unterschiedlich. Imker Holger Rittmeyer aus Stendal berichtete von einer sehr guten Linden-Ernte.

Von Norbert Stein

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