Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Dieses Projekt soll die Region voranbringen
Lokales Havelland Dieses Projekt soll die Region voranbringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:51 24.07.2018
Sabine Kosakow-Kutscher, Demografie-Referentin des Landkreises Havelland, und Tobias Hipp von der Helga Breuninger-Stiftung sind die Ansprechpartner fürs Innovationsbündnis Havelland. Quelle: Christin Schmidt
Havelland

Innovation braucht Risiko, davon sind Tobias Hipp und Sabine Kosakow-Kutscher überzeugt. Die beiden leiten das Projekt „Innovationsbündnis Havelland“, das die Helga Breuninger Stiftung gemeinsam mit dem Landkreis Havelland Anfang des Jahres auf den Weg brachten, um die gesamte Region voran zu bringen.

„Die Akteure in der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft haben erkannt, dass sie schnell an Grenzen stoßen, wenn sie allein an bestimmten Themen arbeiten. Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur meistern, wenn wir Sektoren übergreifend zusammenarbeiten. Der Wille dazu ist da, aber es fehlt an praktischen Erfahrungen. Das soll sich dank des Innovationsbündnisses ändern“, erklärt Sabine Kosakow-Kutscher, die das Projekt als Demografie-Referentin des Landkreises betreut.

Die Helga Breuninger Stiftung

Die Helga Breuninger Stiftung wurde 1980 von Helga Breuninger gegründet.

Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lernen als Beziehungsgeschehen zu vermitteln.

Diese Wissensvermittlung soll möglichst an einem Ort stattfinden der dazu einlädt, sich auf Augenhöhe zu begegnen und angstfrei voneinander und miteinander zu lernen.

Zusammen mit Landrat Roger Lewandowski (CDU) hat Helga Breuninger das Innovationsbündnis Havelland initiiert.

Beide betrachten es als Pilotprojekt, das Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen –Wirtschaft, Politiker, Ehrenamt, Jugend – zusammenbringt, um gemeinsam Idee zu entwickeln, die das Havelland voranbringen.

Mehr Infos zum Projekt gibt es auf: www.helga-breuninger-stiftung.de.

Hier kann man sich auf für die dritte Zukunftskonferenz in Paretz am 9. Oktober anmelden.

Mit Stiftungsmitarbeiter Tobias Hipp hat sie einen Wahlhavelländer an ihrer Seite, der sich seit Jahren mit dem Thema Innovation beschäftigt und viel Potential in der Region sieht: „Die Nähe zur Natur und der Platz, den das Westhavelland bietet, könnten Anreize für Familien sein, hierher zu ziehen. Die Voraussetzungen dafür, wie Bahnanbindung und Breitbandanschluss, kann kein Bürgermeister allein diskutieren. Das macht nur Sinn, wenn wir alle Akteure an einen Tisch holen.“

Im Februar und im Juni hatten Hipp und Kosakow-Kutscher zu einer Zukunftskonferenz in die Akademie der Helga Breuninger Stiftung nach Paretz eingeladen und so die unterschiedlichsten Havelländer zusammengebracht. Dabei ging es stets um die Grundfrage, inwiefern lässt sich der ländliche Rum entwickeln?

Die Phase der Themensammlung und -identifizierung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen. Sechs konkrete Arbeitskreise haben sich dabei herauskristallisiert, die nun bearbeitet werden. Dazu gehört unterem die Idee, stillgelegte Bahnstrecken zu aktivieren. An einer Teststrecke Ketzin-Wustermark soll das nun ausprobiert werden.

Ein Blick in die Gesprächsrunden im Rahmen der zweiten Zukunftskonferenz des Innovationsbündnis Havelland, die Anfang Juni in Paretz stattfand. Quelle: Innovationsbündnis Havelland

„Neues Leben in alten Häusern“ ist ein weiteres Projekt. Ziel ist es, junge Familien und ältere Menschen zusammenzubringen, um alte Höfe wieder zu beleben. „Viele Start-Ups wollen aufs Land, dieses Potential wollen wir nutzen“, so Hipp.

Eine andere Gruppe beschäftigt sich mit dem großen Thema „Zielgruppenansprache für den Arbeitsmarkt“, dass sich wiederum in verschiedene Unterthemen aufteilt. Hier geht es ebenso um Rückkehrer, wie um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für Alleinerziehende, aber auch um neue Formen der Führungskultur.

„Eine Befragung ehemaliger Havelländer hat zum Beispiel ergeben, dass viele nicht zurückkommen, weil sie meinen, es fehlen geeignete Arbeitsplätze. Sie wissen gar nicht, dass es im Havelland durchaus interessante Jobs gibt“, so die Pressereferentin des Landkreises, Caterina Rönnert, die sich in dieser Arbeitsgruppe engagiert. Sie und ihrer Mitstreiter wollen nun potenzielle Rückkehrer mit gezielten Informationen in Sachen Arbeitsmarkt, Kita-Plätze und Baugrundstücke versorgen. Geplant ist zudem eine Veranstaltung für die Zielgruppe.

Als großes Thema über allem steht die Identifikation – sowohl nach innen, als auch nach außen. „Es ist so viel Gutes da, warum weiß es niemand?“, fragt Sabine Kosakow-Kutsche. Diese Frage soll im Rahmen eines weiteren Projekts geklärt werden. Geplant ist eine Schiffstour, die vom 26. August bis 2. September zunächst durchs Westhavelland führt.

Im Rahmen von Bürgerdialogen wollen Hipp und Kosakow-Kutscher ein Meinungsbild einholen. „Wir wollen wissen, wie sieht der Bürger sich und seine Heimat und wo sieht er Bedarf?“, erklärt Hipp. Die Ergebnisse münden in die dritte Zukunftskonferenz, die am 9. Oktober in Paretz stattfindet.

Von Christin Schmidt

Drei Kreisbeigeordnete vertreten im Havelland Landrat Roger Lewandowski. Nachdem Jürgen Goulbier (FDP) im Ruhestand ist, sucht der Kreis nun einen dritten Beigeordneten und Stellvertreter.

23.07.2018

Die Erfindung des Brotes ist wahrscheinlich einem Zufall geschuldet gewesen. Die wechselvolle Geschichte der Ketziner Backwesens reicht in das Jahr 1706 zurück.

22.07.2018

Am Samstag wurde die neue Kunstausstellung im Fintelmannhaus eröffnet. Mit Monika Köhler aus Rathenow und Andreas Richter aus Stechow kamen zwei Westhavelländer nach Senzke.

22.07.2018