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Havelland Internationaler Preis für die Weinberg-Brücke
Lokales Havelland Internationaler Preis für die Weinberg-Brücke
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17:33 07.09.2017
Die Rathenower Weinberg-Brücke hat nun auch eine internationale Expertenjury überzeugt. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Rathenower Weinbergbrücke ist mit dem renommierten Footbridge Award ausgezeichnet worden. In der Nacht zu Donnerstag wurden im Rahmen der alle drei Jahre stattfindenden Internationalen Footbridge Konferenz, die vom 6. bis zum 8. September in Berlin über die Bühne geht, die Gewinner bekannt gegeben.

Die Weinberg-Brücke teilt sich den Preis in der Kategorie „Medium span“ (Brücken mittlerer Spannweite) mit der „Park Bridge Spoor Noord“ aus dem belgischen Antwerpen. In der Begründung der Jury wird die „qualitativ ausgesprochen hochwertige und anspruchsvolle Gestalt“ der Brücke gelobt, die aus Anlass der Bundesgartenschau 2015 errichtet worden war, um den Optikpark mit dem Weinberg zu verbinden. Hervorgehoben wird außerdem die fließende, schwerelose Anmutung der Brücke, die sich harmonisch in die Landschaft einfüge.

Der „Footbridge Award“ ist einer der angesehensten Ingenieurpreise weltweit. Verliehen wird er alle drei Jahre von dem britischen Fachmagazin „Bridge Design & Engineering“. Es handelt sich um einen Ehrenpreis. Geld wird daher bei dem Preis nicht ausgezahlt.

Bei der Footbridge-Konferenz waren von Mittwoch bis Freitag namhafte Brückenexperten – Ingenieure, Architekten, Bauherren – aus aller Welt an der Technischen Universität Berlin zusammenkommen, um sich auszutauschen und den Footbridge-Preis zu vergeben. Die Weinberg-Brücke setzte sich in ihrer Kategorie gegen klangvolle Konkurrenten durch: die Greenwich Reach Swing Bridge (London), die Inderhavnsbroen (Copenhagen) und die Martutene Footbridge (San Sebastián).

Es ist nicht das erste Mal, dass die Brücke, deren filigrane Konstruktion im renommierten Berliner Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner ersonnen wurde, für eine hohe Auszeichnung ausgewählt wurde. Im Oktober des vergangenen Jahres war das Bauwerk für den Deutschen Ingenieurbaupreis nominiert. Zwar belegte sie am Ende nicht den ersten Platz. Aber immerhin erhielt die Brücke eine der fünf nachfolgenden, mit jeweils 4000 Euro dotierten, Auszeichnungen.

„Ein internationaler Preis für das kleine Rathenow. Das ist eine große Ehre“, sagte Rathenows stellvertretender Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle, nachdem er von der Auszeichnung erfahren hatte. Lemle hatte großen Anteil daran, dass die Brücke gegen erhebliche Widerstände aus der Bevölkerung errichtet worden war.

Von Markus Kniebeler

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