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Havelland Karls kauft Kasernengelände an der B 5
Lokales Havelland Karls kauft Kasernengelände an der B 5
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12:55 21.02.2018
Unmittelbar an der B 5 steht ein Teil der alten Kasernen in Elstal. Jetzt steht wohl der Abriss der meisten Ruinen bevor Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

Karls Erlebnis-Dorf in Elstal wird weiter wachsen. Das Familienunternehmen Dahl hat jetzt das benachbarte Gelände der ehemaligen Adler- und Löwenkaserne gekauft. Das erklärte Andrea Magdeburg von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft mbH, die das etwa 46 Hektar große Areal über Jahre verwaltet hat. Nähere Einzelheiten zum Kaufvertrag oder zur Kaufsumme nannte sie nicht.

Was genau dort entstehen wird, ob alle Kasernen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, abgerissen werden, wollte Robert Dahl gegenüber der MAZ noch nicht sagen. Nur soviel: „Wir arbeiten mit unserem Planungsteam derzeit akribisch an diesem wunderschönen Projekt. Täglich gibt es mehr Details. Wir brauchen noch drei Wochen, dann werden wir das Ergebnis am 16. Februar in Elstal vorstellen“, so der Firmenchef. Die bereits in anderen Medien veröffentlichten Informationen, wonach auf dem Kaserengelände unter anderem Bungalows, ein künstlich angelegter Badesee und ein Hallenbad entstehen sollen, kommentierte Robert Dahl am Dienstag: „Die inhaltlichen Feinheiten stimmen so nicht.“

Über viele Monate hatten sich die Kaufverhandlungen hingezogen. Auch die Gemeinde Wustermark war in die Gespräche beim Land eingebunden, hatte Zuarbeiten geliefert. Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) ist froh, dass auf dem Areal etwas passiert: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, weil mit dem brach liegenden Kasernengelände eine der letzten großen Baustellen in der Gemeinde in Angriff genommen wird. Mehr als zwei Jahre haben wir uns dafür eingesetzt.“ Die geplante Nutzung passt zu den Vorstellungen Wustermarks, denn laut Flächennutzungsplan ist das Areal für Freizeit, Sport und Erholung vorgesehen.

Bereits Anfang 2016 leitete das Unternehmen Karls einen Schritt zur Erweiterung des im Mai 2014 eröffneten Erlebnis-Dorfes ein. In einem Bebauungsplanentwurf ist der Bau eines weiteren Parkplatzes in mehreren Abschnitten für maximal 2000 Fahrzeuge vorgesehen.

Zur Geschichte der Kasernen

Das Areal der Löwen- und Adlerkasernen und das Olympische Dorf gegenüber (55 Hektar) entstanden in den 1930er-Jahren auf den Gemarkungen Elstal und Döberitz.

Die Adler-Kaserne diente laut dem Werk „Zur Geschichte der Döberitzer Heide“ ursprünglich der Unterbringung bespannter Einheiten, die Löwen-Kaserne der des Infanterie-Lehrregimentes.

1996 ordnete man die Flächen des Olympischen Dorfes und die Kasernen nördlich und südlich der B 5 der Gemeinde Elstal zu.

Besagte Fläche befindet sich zwischen dem Erlebnis-Dorf und dem Areal der ehemaligen Adler- und Löwenkaserne, wobei eine Erschließungsstraße als Verbindung zwischen beiden geplant ist.

Der Bau des zweiteiligen Kasernenkomplexes südlich der Bundesstraße 5 begann um 1935 und dauerte etwa fünf Jahre. Die sowjetische Armee übernahm das Areal im Mai 1945. Der bauliche Zustand der Anlage war nach Abzug der Sowjets Anfang der 1990er-Jahre noch so gut, dass der Komplex für die Bundeswehr genutzt werden sollte. Dazu wurden Dächer der Kasernen gesichert und 1995 neu gedeckt. Die Pläne wurden jedoch verworfen, weil das Gelände kontaminiert war. Das Areal wurde entkernt und steht seit 1998 leer. Jetzt ist ein Raumordnungsverfahren nötig, bei dem unter anderem die Munitionsbelastung und die Verkehrsströme untersucht werden und eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt.

Von Jens Wegener

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