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Havelland Ketzin bekommt eine neue Mitte
Lokales Havelland Ketzin bekommt eine neue Mitte
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18:57 01.02.2013
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KETZIN/HAVEL

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Es geht um das Areal vom Netto-Markt in der Rathausstraße, dem zunehmend verfallenden Späthschen Gutshof bis zu dem wohl größten innerstädtischen Schandfleck, dem Roten Schloss an der Ecke Feld- und Rudolf-Breitscheid-Straße. Mehrere Jahre verhandelte die Stadt mit potenziellen Investoren und der kreislichen Denkmalbehörde, weil zwei Gebäude des Gutshofes unter Schutz stehen. Nun scheint eine Lösung gefunden. Der Netto-Markt und die Gewerberäume werden abgerissen. An deren Stelle entsteht ein neuer, wesentlich größerer Edeka-Markt mit Parkplätzen. Das Areal soll zur Feldstraße hin geöffnet werden.

Auch für das unter Denkmalschutz stehende Gutsgebäude gibt es Pläne. Hier möchte die Helga Breuninger Stiftung nach der Sanierung im Bedarfsfall elf Räume für Übernachtungen nutzen – Räume, die auch der Stadt und für touristische Belange zur Verfügung stehen würden. Ein Neubau auf dem Gelände könnte nach derzeitigen Vorstellungen im unteren Geschoss eine Gastronomie und im oberen Geschoss eine Zahnarztpraxis beherbergen.

In dem vorhandenen rückwärtigen historischen Haus würde nach dem Umbau, so Architekt Volker Donath, eine Sparkassenfiliale ebenso ihren Sitz haben wie eine Poststelle. Außerdem ist ein attraktiver Bürgerplatz geplant.

Klar ist, dass Netto als Ersatz für den innerstädtischen Markt den an der Falkenrehder Chaussee erweitern möchte (MAZ berichtete). Unklar ist, was aus dem bisherigen Edeka-Markt in der Feldstraße wird. Das Handelsunternehmen habe eine Auffanggesellschaft, die sich um die Vermarktung solcher Grundstücke kümmere, sagte Bürgermeister Bernd Lück. Er könne sich vorstellen, dass sich dort ein Drogeriemarkt ansiedeln könnte. Es gebe aber auch private Interessenten und Vereine, die sich für das Areal interessierten.

Nach jahrelangen Verhandlungen mit einer Erbengemeinschaft ist seit 2012 das Gelände mit dem Roten Schloss in städtischem Eigentum. Die Helga Breuninger Stiftung hat jetzt Kaufinteresse bekundet. Sie beabsichtigt, einen dreigeschossigen Neubau mit 18 altersgerechten Wohnungen inklusive Fahrstuhl zu bauen. Laut Architekt Donath sei es auch möglich, einige Übernachtungsmöglichkeiten und nur zwölf altersgerechte Wohnungen zu schaffen. Eine dritte Variante, die Donath als die charmanteste bezeichnete, wären 15 seniorengerechte Wohnungen und eine Praxis für Physiotherapie. Eine Einschränkung machte der Architekt: „Das Vorhaben ist nur mit öffentlichen Mitteln möglich.“ Was nichts anderes heißt, als dass ohne Fördermittel nichts passiert.

Eines betonten Stadt und Stiftung: Es sind erste Vorstellungen für Ketzins neue Mitte. Die Wohnungen seien im Grundriss variabel, könnten also auch den Vorstellungen der jüngeren Generation angepasst werden. (Von Wolfgang Balzer)

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