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Ketzin Wohnungsbau an der Havelpromenade sorgt weiter für Ärger
Lokales Havelland Ketzin Wohnungsbau an der Havelpromenade sorgt weiter für Ärger
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09:17 28.03.2019
Einige der Wohnungen in den neuen Häusern sind bereits bezogen. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Drei neue Mehrfamilienhäuser mit 18 Wohnungen stehen am Ende der Baustraße in Ketzin. Die ersten Mieter sind eingezogen. Gearbeitet wird derzeit noch an den Außenanlagen. Ob und wann das geplante vierte Haus mit sechs Wohneinheiten gebaut wird, ist offen.

Wenn es nach Investor Eike Pritzkow geht, soll es so schnell wie möglich entstehen. Über einen entsprechenden Antrag sollten die Ketziner Bauausschussmitglieder beraten. Die sind auch mehrheitlich dafür, die Baulücke zur Havelpromenade (so wie es früher war) mit einem Haus zu schließen. D

och in der Diskussion kam eine Frage auf, auf die es im Moment keine Antwort gibt: Wohin mit den Autos der neuen Bewohner? „Solange das Parkplatz-Problem nicht geklärt ist, können wir doch nicht über ein weiteres Haus entscheiden“, argumentierte Evelin Sens (Linke).

Parkflächen reichen schon jetzt nicht aus

Die Situation ist verzwickt: Besagtes Areal liegt im Bereich der Ketziner Altstadt. In der recht schmalen Baustraße gibt es Bestands-Wohnhäuser. Deren Bewohner können ihre Fahrzeuge einseitig abstellen.

Ein tägliches Bild in der Baustraße. Quelle: Jens Wegener

„Aber die Plätze reichen schon jetzt nicht aus. Abends und an Wochenenden ist dort alles zu. Und nun kommen noch die Autos der neuen Anwohner“, so Sens.

In den Bauplänen des Investors für das Areal mit den vier Häusern sind keine Parkplätze vorgesehen. „Die sind wohl kein Muss“, sagte Eike Pritzkow.

Die wenigen Stellflächen für Autos, die seine Planerin im Innenhofbereich mal vorgesehen hatte, seien unter anderem deshalb weggefallen, weil sich eine Nachbarfamilie in der Havelpromenade wegen der Nähe zu ihrem Grundstück dagegen ausgesprochen hatte, so Pritzkow.

Es gibt keine Stellplatzsatzung

Fakt ist: es gibt in Ketzin keine Stellplatzsatzung, die einen Bauherren dazu zwingt, eine bestimmte Anzahl von Parkplätzen, je nach Wohnungsgröße, zu bauen.

Aber: „Wir haben andere Investoren, zum Beispiel in der Baumschulwiese, auch beauflagt, Stellplätze in entsprechender Anzahl zu schaffen. Das können wir doch jetzt nicht außer Acht lassen“, erklärte Evelin Sens.

Lösungsvorschlag bis 8. April erarbeiten

Das Argument der Stadtverwaltung, die Bewohner könnten ihre Autos in etwas 100 Meter Entfernung an der Festwiese oder hinter dem Jugendklub An der Stege kostenfrei abstellen, befriedigte die Mehrheit der Ausschussmitglieder nicht.

Diese Parkplätze seien schließlich mit öffentlichen Mitteln gebaut worden, hieß es. Deshalb stimmten die Bauausschussmitglieder dafür, dass die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Investor in der Hauptausschusssitzung am 8. April einen Lösungsvorschlag präsentieren soll.

Von Jens Wegener

Der Chronistin Ilse Krey ist Hobby-Historikerin aus Leidenschaft und veröffentlichte bisher sechs Texte zur Geschichte Tremmens. Trotz Rückschlägen bleibt sie dem Thema Heimathistorie treu.

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