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Ketzin Ausstellung im Paretzer Schloss wird aufgepeppt
Lokales Havelland Ketzin Ausstellung im Paretzer Schloss wird aufgepeppt
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20:36 28.03.2019
Bunte Collage: Der Paravent ist ein Unikum. Nicht nur Evelyn Friedrich und Silvia Möwes (r.) entdecken immer wieder Neues. Quelle: Tanja M. Marotzke
Paretz

Die Dauerausstellung im Schloss Paretz wird aufgepeppt: Seit Donnerstag sind hier Exponate von der Pfaueninsel zu sehen. Es sind wahre Hingucker.

Geliebte Kleider

„Die Leute fragen immer noch nach den Kleidern der Königin Luise“, erzählt Evelyn Friedrich, Schlossbereichsleiterin in Paretz. 2010 hatte die Ausstellung „Luise – die Kleider einer Königin“ international für Aufsehen gesorgt. 70000 Besucher strömten in

das Schloss. Von solchen Besucherzahlen ist man inzwischen meilenweit entfernt. Mit der jetzigen Schau will die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten die Aufmerksamkeit wieder ein bisschen mehr auf das kleine Haus lenken.

Sehnsuchtsorte

Mit „Luises Landglück“ ist die Schau überschrieben. Es ist gewissermaßen eine Ausstellung in der Ausstellung, sie schlägt den Bogen von einem Lustschloss zum anderen. Pfaueninsel und Paretz – beides waren Sehnsuchtsorte von Königin Luise, hier war abseits vom Protokoll ein vergleichsweise familiäres Leben möglich.

Luises Landglück

Führungen „Pfaueninsel-Service“ mit Sylvia Möwes am 7. April und 15. Mai.

Das Schloss Paretz ist am 30. und 31. März von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Ab 2. April dienstags bis sonntags von 10 bis 17.30 Uhr.

Matthias Gärtner und Kunsthistorikerin Silvia Möwes haben jetzt die ausgewählten Objekte in die bestehenden Räume eingebunden. Die Gegenstände stammen aus dem Schloss auf der Pfaueninsel, das in den nächsten Jahren saniert wird und inzwischen komplett ausgeräumt ist.

Originale Ausstattung

„Das Pfaueninselschloss ist das einzige im Stiftungsverbund, das noch seine Originalausstattung besitzt“, sagte Kerstin Schilling, Direktorin der Abteilung Schlössermanagement. Mehr als 200 Jahren sind die Gegenstände in dem Schloss gewesen. Nun sind einige der Kostbarkeiten in Paretz gelandet und werden dort einige Jahre gezeigt.

Die Dauerausstellung im Schlossmuseum von Paretz wird durch seltene, kostbare und originelle Objekte von der Pfaueninsel erweitert. Die sind 200 Jahre alt und kommen von der Pfaueninsel.

Kleider sind zwar nicht dabei, aber fünf Hüte aus Span, Stroh und Seide, mit Schleifen- und Blumenschmuck. Getragen wurden sie von Königin Luise und ihren Töchtern. Nun sind sie im Vestibül des Paretzer Schlosses zu sehen.

Königlich tafeln

So richtig zur Geltung kommt jetzt erst das königliche Geschirr. Auf der Pfaueninsel stand es in einer Vitrine, in Paretz wurde eine Tafel mit dem KPM-Porzellan bedeckt. Das ist zeitlos schön in Form und Dekor, das heimische Vögel, Schmetterlinge und Pflanzen zeigt. Im Billardzimmer ist jetzt ein Tischspiel, eine Art Roulette, zu sehen.

Illustre Mischung

Am meisten gibt es aber am Paravent von 1805 zu sehen. Auf gelber Grundierung ist dort Stück für Stück eine Collage gewachsen. Aufgeklebt sind Kostümfiguren und Kupferstiche, Radierungen und Bildvorlagen – eine illustre Mischung aus schmucken Damen und einfachen Wasserträgern, aus exotischen Tieren wie heimischen Gebäuden, aus Blumen und Alltagsszenen, Soldaten und Königen ist entstanden.

Ein leises, aber ganz persönliches Exponat steht im ehemaligen Arbeitszimmer des Königs Friedrich Wilhelm III., der Kasten war einst eine Art Blumenübertopf, vier Bleistiftzeichnungen zieren die Seiten – gemalt hatte sie der jüngste Königssohn Albrecht als Geschenk für den Vater.

Von Marlies Schnaibel

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