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Ketzin Jahresbilanz: Die Ketziner Feuerwehr hatte 2019 weniger zu tun
Lokales Havelland Ketzin Jahresbilanz: Die Ketziner Feuerwehr hatte 2019 weniger zu tun
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10:53 08.01.2020
97 mal wurden die Ketziner Wehren 2019 zu Brandeinsätzen, darunter wenige auf dem Feld oder Ödland, gerufen. Quelle: Julian Stähle
Ketzin/Havel

Ein Feuerteufel treibt offenbar sein Unwesen in Ketzin/Havel. Insgesamt fünfmal musste die Ketziner Feuerwehr im letzten Jahr in die Fontanestraße ausrücken, um Brände von Papiertonnen oder abgestellten gelben Säcken zu löschen. „Zum Glück ist bisher nichts Schlimmeres passiert. Aber: Es ist natürlich ärgerlich, wenn wir immer wieder zur fast gleichen Stelle gerufen werden, weil jemand sich einen Spaß draus macht“, sagt Stadtwehrführer Steffen Vogeler. In zwei der fünf Fälle sei der Brandeinsatz genau an dem Tag erfolgt, an dem die gelben Säcke abgeholt werden sollten.

Keine großen „Sturmeinsätze“

Aus Sicht der Ketziner Feuerwehren war 2019 ein eher ruhiges Jahr, wie Vogeler einschätzt. Die Zahl der Einsätze sank von 197 im Jahr 2018 auf 175. Das habe vor allem daran gelegen, dass es 2019 kaum Stürme gab, so dass die Kameraden kaum Bäume und Äste von Straßen räumen mussten.

Den Fahrer dieses Autos haben die Kameraden mit schwerer Technik im September befreit. Quelle: Julian Stähle

Dafür aber waren die Feuerwehrleute im April binnen weniger Stunden gleich doppelt gefragt. Zunächst stand ein Schuppen Am Mühlenweg in Ketzin in Flammen. „Als wir gerade fertig waren, das Feuer gelöscht hatten, wurden wir nur ein paar hundert Meter weiter in die Falkenrehder Chaussee gerufen. Was brannte dort: ein Schuppen. In beiden Fällen sprach einiges für Brandstiftung, aber die Feuerwehr erfährt leider nicht, ob jemals Täter ermittelt wurden“, bedauert Steffen Vogeler.

Einen Hund gerettet

Das Feuerwehrboot des Landkreises Havelland, das in Ketzin stationiert ist, wurde im Bereich der Ketziner Havel im Vorjahr selten gebracht. „Einmal hatten wir es mit ausgelaufenem Öl auf dem Wasser zwischen dem Schiffsanleger an der Havelpromenade und dem Silogelände zu tun. Dort haben wir Bindemittel eingesetzt“, so Vogeler. Ansonsten gab es für die Ketziner noch zwei Wassereinsätze im Nachbarkreis in Potsdam-Mittelmark, wo sie Hilfe geleistet haben. „Und wir konnten im Frühjahr einen Hund retten“, erzählt der Stadtwehrführer. Der gehörte einem Kajakfahrer, der das Tier mit an Bord hatte, als er kenterte. Beide blieben unverletzt.“

Über neue Technik konnten sich die Feuerwehrleute aus Ketzin und den Ortswehren im Vorjahr freuen. Vor allem über das neue Löschfahrzeug für die Etziner Kameraden.

Der Stolz der Freiwilligen Feuerwehr Etzin: ein TLF 4000 ST mit 290 PS. Quelle: Enrico Berg

Das wurde bereits bei Hilfseinsätzen in Wiesenau (Oder-Spree) und Wolfslake gebraucht, als es um Waldbrände ging. Seit wenigen Tagen erst verfügen die Ketziner nun auch über ein mobiles Notstromaggregat mit Lichtmast. „Es wird zum Ausleuchten von großen Unfallstellen verwendet. Und es kommt zum Einsatz, wenn Leute zum Beispiel nach einem totalen Stromausfall in einer Turnhalle untergebracht werden müssen“, weiß der Stadtwehrführer.

Das gehört zum Unfalleinsatz dazu: Die Straße muss gereinigt werden. Quelle: Julian Stähle

Erfreulich entwickelt hat sich die Truppenstärke in den Ketziner Wehren. Insgesamt gibt es mit 116 zwar ebenso viele Mitglieder wie Ende 2018, aber: „Es sind sechs Kameraden aus dem aktiven Dienst in die Altersabteilung gewechselt, so dass wir 2019 sechs neue Aktive gewinnen konnten oder Jugendliche aufgestiegen sind.“ Um zwei auf 55 gewachsen ist die Zahl der Mädchen und Jungen, die sich in den Jugendfeuerwehren engagieren.

Anbau ans Depot soll erfolgen

Ein lang gehegter Wunsch der Ketziner Feuerwehrleute soll 2020 erfüllt werden. Der Anbau eines Schulungsraumes an das Depot in der Feldstraße ist auf dem Papier vorbereitet, noch fehlt aber die Baugenehmigung. „Die brauchen wir für die Beantragung der Fördermittel“, so Bürgermeister Bernd Lück. Er gehe davon aus, dass in diesem Jahr gebaut werden kann.

Von Jens Wegener

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