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Ketzin Musikfestspiele mit Mozart und Hip-Hop
Lokales Havelland Ketzin Musikfestspiele mit Mozart und Hip-Hop
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16:30 22.01.2019
Die Männer von German Trombone Vibration eröffnen am 1. Mai die Open-Air-Saison der Havelländische Musikfestspiele, dann am Beetzsee. Quelle: promo
Ribbeck/Kleßen

Von Mozart-Fantasie bis Fontane-Hip-Hop – alles ist möglich in der 19. Saison der Havelländischen Musikfestspiele. Sie beginnen am 16. Februar im Schloss Kleßen. Aber schon jetzt ist für die Mitarbeiter um Geschäftsführerin Madleen Fox die kleine Winterpause vorbei. Die neue Saison fordert alle Kraft. Am Jahresprogramm wird noch gefeilt, aber die meisten Konzerte und Termine stehen fest im Musikkalender.

Kunstsinnige Partner

Ganz fest steht auch dies: Die Havelländischen Musikfestspiele halten am bewährten Konzept fest, sie bieten klassische Musik an einzigartigen Spielorten. Dabei können sie auch in diesem Jahr auf die Mitarbeit von kunstsinnigen Partnern rechnen. Allen voran das Ehepaar Thiedig, das sein charmantes Schloss in Kleßen für den Auftakt der Musikreihe zur Verfügung stellt.

Schloss Kleßen lädt zu Musik im Saal und im Garten. Quelle: promo

„Der Auftakt ist ein ganz klassisches Klavierkonzert“, kündigt Guido Böhm von den Havelländischen Musikfestspielen an. Der promovierte Theaterwissenschaftler ist seit vergangenem Jahr als Pressesprecher und Dramaturg bei den Festspielen dabei und freut sich über die Bandbreite der Arbeit und die Qualität der gebotenen Konzerte.

Am 16. Februar ist der italienische Pianist Andrea Turini zu Gast. Er setzt die Konzertreihe „Die Kunst des Klavierspielens“ fort. Im Programm stehen Werke von Bach, Mozart und Chopin.

Solisten aus Italien

„Internationale Solisten zeichnen diese Konzertreihe aus“, sagt Guido Böhm, so auch bei dem Eröffnungskonzert für die Region Potsdam-Mittelmark, hier sind Helga Pisapia und Rosangela Flotta mit Werken von Debussy und Ravel im Schloss Reckahn zu erleben.

Und noch ein Schloss und noch ein Flügel: In Nennhausen ist Valerio Premuroso im April zu hören.

Musik bei Fontane

Dann sind die Havelländischen Musikfestspiele aber bereits mitten in ihrer Saison. Und die kommt in diesem Jahr an Fontane nicht vorbei. Guido Böhm hat die Konzeption für die Konzertreihe zu „Fontane 200“ erarbeitet. Sie beginnt am 17. März auf dem Landgut Stober in Groß Behnitz und beschäftigt sich mit „Musik bei Fontane“.

Dabei geht es um Fragen wie: Welche Musiker sind bei Fontane genannt? Oder: Welche Musikszenen hat der Autor in seine Werke eingebracht? „Nicht zufällig stellt Fontane den eher unsympathischen Innstetten bei Effi Briest als Wagner-Liebhaber dar“, verrät Guido Böhm. Er selbst moderiert das Konzert, ein Streichquartett und der Fagottist Wolfgang Bensmann sorgen für den musikalischen Teil des Sonntags.

Landpartie nach Paretz

Fontanisch wird es auch am 7. April im Schloss Ribbeck, wenn Texte von Fontane und Eichendorff die Grundlage eines Programms bilden, oder im September in Paretz bei einer musikalischen Landpartie.

Und dann ist da noch die Idee vom Songcontest „Sing den Theo“. Er richtet sich an junge Sänger, Rapper oder Bands, die sich auf Fontane ihren eigenen musikalischen Reim machen. Das Duo „Berge“ aus Berlin, bekannt für seine Lieder mit deutschen poetischen Texten, konnte für die Jury gewonnen werden. „Ob klassisch oder modern, ob Hip-Hop oder Heavy Metal – erlaubt ist, was gefällt“, sagt Guido Böhm.

Finale im Schlossgarten

Für den 2. Juni ist ein Finale im Schlossgarten geplant – wenn sich genügend Teilnehmer melden. Denn es scheint für die Musikfestspiele nicht einfach, an eine junge Zielgruppe zu kommen. Das Publikum der Konzerte ist traditionell eher älter, doch es ist beweglich. Die Besucher kommen aus dem Havelland, aber auch aus Potsdam und Berlin zu den Konzerten.

Reise nach Jerichow

Auch die Musikreihe selbst ist beweglich. Erstmals wird es in diesem Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Kloster Jerichow in Sachsen-Anhalt geben. Am 31. August werden die Havelländer dort mit einem Bläserquintett bei den Jerichower Sommermusiken gastieren.

Open-Air-Konzerte bleiben ein Markenzeichen der Musikreihe. „Bei dem Supersommer im vergangenen Jahr liefen sie alle sehr gut“, blickt Guido Böhm zurück. Für 2019 sind wieder Konzerte an traditionsreichen Orten vorbereitet: Auftakt mit Swing am Beetzsee am 1. Mai. Rossini-Quartett am 26. Mai im Schlossgarten Kleßen und Märkisches Hofkonzert in Päwesin gehören dazu.

Kontakt über Telefon unter 033237 – 8 59 63.

Von Marlies Schnaibel

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