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Ketzin Freie Fahrt für Motorboote am Brückenkopf
Lokales Havelland Ketzin Freie Fahrt für Motorboote am Brückenkopf
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14:38 29.04.2019
2015 wurden unerwartet Sperrschilder am Brückenkopf aufgestellt, inzwischen sind die wieder weggenommen worden. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ketzin/Havel

 „Wir haben es geschafft. Jetzt können jetzt rund 80 Prozent der Motorbooteigentümer am Ketziner Brückenkopf legal die Gewässer befahren.“ So kommentiert Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) die Nachricht aus dem Brandenburger Infrastrukturministerium, die ihn Montagvormittag erreichte. Darin teilt Ministerin Kathrin Schneider mit, dass die Landesschifffahrtsverordnung im Sinne der Anträge der Stadt/Ketzin Havel geändert worden sei und diese ab 25. April in Kraft ist.

Bürgerinitiative feiert einen Erfolg

Ebenso erfreut zeigte sich Montag der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Gegen Motorbootverbot am Ziegeleikanal, Brückenkopf und in der Schumachersiedlung” Thomas Witkowski: „Coole Sache. Unser Kampf hat sich gelohnt, auch wenn noch nicht alle Bootsbesitzer zufrieden sein können.“

Fünf Bereiche in Ketzin betroffen

So sind in der überarbeiteten Landesschifffahrtsverordnung fünf geänderte Bereiche im Bereich Ketzin aufgeführt, die mit Motorbooten befahren werden dürfen. Es geht um Abschnitte im Kanal Pappelhain, im Kanal Havelstraße, im Schleichloch, im Tremmener Scheidgraben und in der Fahrrinne Kliemsiedlung. Dort werde die Ketziner Verwaltung nun entsprechende Schilder zur Höhenbegrenzung und zur Geschwindigkeit aufstellen, so Bernd Lück.

Bootskorso war der Auftakt

Vor mehr als vier Jahren hatten Anwohner des Brückenkopfes den Kampf um die Schiffbarkeit der dortigen Gewässer aufgenommen, nachdem die Stadt Ketzin/Havel auf Anweisung des Landkreises Havelland unerwartet Sperrschilder auf einigen Kanälen aufgestellt hatte. „Das war praktisch gesagt eine Entwertung der Grundstücke, denn was soll man am Wasser wohnen, ohne ein Boot benutzen zu können“, sagt Witkowski.

Der Ketziner Thomas Witkowski war Mitbegründer der Bürgerinitiative. Quelle: privat

Nachdem die erste Wut raus war, verständigte man sich auf die Gründung einer Bürgerinitiative. Die hatte schnell um die 300 Mitglieder und organisierte 2015 einen Protest-Bootskorso in Ketzin. „Von da an waren die Verwaltung und die Stadtverordneten auf unserer Seite und haben sich für unsere Interessen eingesetzt“, so der BI-Chef. Vor allem mit dem Landkreis Havelland habe man immer im Streit gelegen, weil der mit der Umwidmung der besagten Gewässer auch für deren Pflege und Sicherheit zuständig ist.

Der Fehler passierte 1994

Die missliche Situation war überhaupt erst entstanden, weil es 1994 versäumt wurde, die Gewässer am Ketziner Brückenkopf in die Liste der schiffbaren Gewässer des Landes aufzunehmen. Damit war offiziell jede Befahrung mit propellerbetriebenen Booten illegal, was aber kaum jemand wusste und auch nie kontrolliert wurde. Bis 2015 plötzlich die ersten Verbotsschilder standen.

Von Jens Wegener

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