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Ketzin Görke: Gute Aussichten für Reaktivierung der Bahnstrecke Ketzin-Wustermark
Lokales Havelland Ketzin Görke: Gute Aussichten für Reaktivierung der Bahnstrecke Ketzin-Wustermark
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13:21 05.02.2020
Mehrfach haben sich am Bahnhof Ketzin schon Experten und Bahnfreunde den Zustand der Gleisanlagen angesehen. Quelle: privat
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Ketzin/Wustermark

„Die Chance für Reaktivierung der Bahnlinie Ketzin- Wustermark sollte jetzt genutzt werden“, sagt der havelländische Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Christian Görke und verweist auf günstige Rahmenbedingungen. „Mit der Änderung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes und der Novelle des Regionalisierungsgesetzes in der vergangenen Woche durch den Bundestag wurden die finanziellen Bedingungen für umweltverträgliche Investitionen in den Öffentlichen Nahverkehr verbessert.“

Ab 2021: Mehr als eine Milliarde Euro jährlich vom Bund

In Brandenburg, so Görke weiter, könnten Bahnlinien, wie die Wriezener Bahn, der westliche Abschnitt der Brandenburgischen Städtebahn zwischen Treuenbrietzen, Bad Belzig und Brandenburg/Havel sowie eben die Strecke zwischen Ketzin und Wustermark, wieder zum Leben erweckt werden. Denn: Der Bund erhöhe die Investitionsmittel für diese Zwecke noch in diesem Jahr von rund 332,5 auf 665,13 Millionen Euro. In den Jahren 2021 bis 2024 soll sogar eine Milliarde Euro jährlich zur Verfügung stehen. Im Jahr 2025 seien zwei Milliarden Euro geplant. „Der Betrag soll in den Folgejahren jährlich um 1,8 Prozent ansteigen“, informiert Christian Görke.

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Bahnabschnitt Ketzin-Wustermark ist förderfähig

Förderfähig sind demnach die Elektrifizierung und Reaktivierung von Bahnlinien im Regionalverkehr. „Das trifft insbesondere auf die Wiederinbetriebnahme des Streckenabschnitts zwischen Ketzin und Wustermark zu. Bekanntlich liegt für dieses Vorhaben bereits eine Machbarkeitsstudie vor, die den Bedarf und die Wirtschaftlichkeit dieses Infrastrukturprojektes attestiert“, so Görke.

Das Land soll den Weg frei machen

Für die künftige Bestellung des Verkehrsangebots könne das Land die zusätzlichen Mittel aus der Novellierung des Regionalisierungsgesetzes nutzen. Dazu werde der Bund bis 2031 für Brandenburg insgesamt mehr als 160 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. „Angesichts dieser günstigen Bedingungen darf die Landesregierung nicht weiterhin zögern und muss endlich den Weg frei machen für die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken, um den Anspruch der Bürger nach einem umweltschonenden und bedarfsgerechten schienengebundenen Personennahverkehr gerecht zu werden“, so der Landtagsabgeordnete.

Von Jens Wegenr