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Ketzin Havelland-Tourismus setzt auf Fontane-Karte
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14:56 14.01.2019
Havelland mit Havel und Fontane: Alte Idylle und neue Radwege gehören dazu. Quelle: Wolfgang Balzer
Havelland

In diesem Jahr kommt niemand an Theodor Fontane vorbei. Nicht in der Mark Brandenburg und schon gar nicht im Havelland. Schließlich ist Fontane ausgiebig an Havel und Seen entlang spaziert und hat alles in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ festgehalten. 2019 wäre der große Schriftsteller, der zu seiner Zeit so realistisch über die Gesellschaft geschrieben hat, wie kaum ein anderer, 200 Jahre alt geworden. Fontanes Geburtsort Neuruppin wird bei den Festlichkeiten eine große Rolle spielen. Aber auch das Havelland hat einige Orte, die mit Fontane verbunden sind: Ribbeck, die Birne, da war doch was...

Route von Neuruppin aus

„Zum Fontane-Jahr wird es eine neue Fahrradroute geben, die von Neuruppin kommt und ein großes Stück durchs Havelland führt“, sagt Matthias Kühn, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Havelland. Von Neuruppin kommend führt die Route über Treskow und Fehrbellin nach Paulinenaue. Von dort geht es über Pessin, Senzke, Kriele, Kotzen, Stechow, Nennhausen, Buckow, Garlitz und Barnewitz nach Groß Behnitz und Ribbeck. Von dort führt der Weg weiter über Berge und Lietzow nach Nauen und Brieslang, wo er nach Süden Richtung Wustermark, Buchow-Karpzow, Ketzin, Werder und Potsdam abbiegt. Eine Alternativroute führt auch nach Brandenburg (Havel) über Kloster Lehnin.

„Neue Radwege mussten für die Route nicht gebaut werden. Es ging vielmehr darum, die Orte, die Fontane in seinen Wanderungen beschreibt, über bestehende Radwege miteinander zu verbinden“, sagt Kühn. Die Schilder für die Radwanderung auf den Spuren des großen Dichters sollen im Frühjahr 2019 aufgestellt werden.

Theodor als Schlüsselfinder

Auch auf den Tourismusmessen wird Fontane präsent sein. Der Tourismusverband hat eine kleine Fontane-Figur anfertigen lassen: „Theodor, der Schlüsselfinder“. Den Kopf des flachen Schriftsteller-Konterfeis, das man am Schlüsselbund trägt, kann man als Chip für den Einkaufswagen verwenden. Und falls die Schlüssel einmal verloren gehen, kann der Besitzer leicht ausfindig gemacht werden, wenn er die Nummer auf dem Theodor vorher hat registrieren lassen. 5000 kleine Fontanes wurden produziert, die unters Volk gebracht werden sollen.

Fontane-Marionetten sind in diesem Jahr in Ribbeck unterwegs. Quelle: Vivien Tharun

„Für die Gastronomen, Hoteliers und Pensionsbetreiber in der Region werden wir auch noch einen Fontane-Workshop anbieten“, sagt Kühn. Darin sollen die Teilnehmer lernen, wie sie das Jubiläumsjahr für sich nutzen können. Ob man zum Beispiel einen Fontane-Teller auf die Speisekarte setzen oder eine eigene kleine Fontane-Tour in der Nähe anbieten kann.

2018 war Matthias Kühns erstes Jahr im Tourismusverband. Dementsprechend viel war er unterwegs: Sehenswürdigkeiten anschauen, Netzwerke ausbauen, Schnittschnellen finden. „Da habe ich gemerkt, dass das Havelland eine Region mit ganz viel Power und sehr vielen interessanten Menschen ist“, sagt Kühn.

Digitales Arbeiten

Diese Draußen-Termine sind wichtig, schließlich wünschen sich auch die Touristiker vor Ort einen möglichst direkten und intensiven Austausch mit dem Verband. Ein Arbeitsschwerpunkt in diesem Jahr war deshalb auch der weitere Übergang von analog zu digital. „Bislang haben wir viele Sachen immer noch in Ordnern abgeheftet. Wenn wir die Informationen jetzt digitalisieren und gut verschlagworten, finden wir sie schneller und sparen viel Zeit fürs Wesentliche“, sagt Kühn.

Immer mehr Übernachtungen

Die Übernachtungszahlen entwickeln sich weiterhin positiv: Von Januar bis September dieses Jahres waren es 967039 und damit 9,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 2016 wurden insgesamt 1048231 Übernachtungen in der Reiseregion gezählt. 2017 waren es 1073891.

Von Ralf Stork

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