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Ketzin Keine Fotovoltaikanlage neben der Kleingartensparte
Lokales Havelland Ketzin Keine Fotovoltaikanlage neben der Kleingartensparte
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19:06 07.02.2019
Von der Falkenrehder Chaussee geht es direkt in die Altstadt. Deshalb soll neben der Straße keine Fotovoltaikanlage stehen. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Der erste Eindruck ist oft prägend. Deshalb sind die Ketziner Stadtverordneten an einem positiven Erscheinungsbild ihrer Kommune interessiert. So haben sie einen Beschluss gefasst, der sich auf die Gestaltung des Ortseingangsbereiches aus Richtung Falkenrehde bezieht.

Wer auf der Landesstraße 862 (Falkenrehder Chaussee) in die Havelstadt fährt, wird von einer Kleingartensparte „begrüßt“, es folgen ein neugebauter Supermarkt, ein Autohaus und die ersten sanierten Wohnblöcke der Ketziner Wohnungsbaugesellschaft.

Fläche ist in Privatbesitz

So weit, so gut, wäre da nicht das „Gewerbegebiet Falkenrehder Chaussee“, das sich auf rund fünf Hektar zwischen Falkenrehder und Nauener Chaussee sowie der Kleingartensparte erstreckt. Die Fläche ist in Privatbesitz und dümpelt seit Jahren vor sich hin.

Es gebe Befürchtungen, dass dort große Freiflächen-Fotovoltaikanlagen aufgestellt werden könnten, so Bürgermeister Bernd Lück (FDP): „Ich denke, dass Ketzin in Sachen erneuerbare Energien schon viel auf den Weg gebracht hat. Fotovoltaik in der Stadt brauchen wir nicht.“ Diverse Windräder stehen auf Ketziner Gemarkung, eine Biogasanlage, ein großer Solarpark unweit der L 862 bei Knoblauch.

Bebauungsplan stammt aus 1997

Der Bebauungsplan „Gewerbegebiet Falkenrehder Chaussee“ ist 1997 in Kraft getreten. Damals hatten die politisch Verantwortlichen bereits einige Einschränkungen zur Nutzung des Gewerbegebietes wegen der nahen Wohnbebauung und der Kleingartenanlage vorgesehen. So sind in dem Gebiet Vergnügungsstätten unzulässig, genauso wie die Ansiedlung von Fuhrunternehmen. Auch bezüglich des Schallschutzes gelten besondere und höhere Werte.

Veränderungssperre verhängt

In dem nun eingeleiteten Änderungsverfahren zum Bebauungsplan soll das Aufstellen von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen ausgeschlossen werden, um eine „weitestgehend qualitätvolle Entwicklung des Ortseingangsbereiches“ zu ermöglichen, so heißt es in dem Beschluss.

Parallel stimmte die Mehrheit der Stadtverordneten dafür, erstmal eine Veränderungssperre über die Fläche zu verhängen. Damit sind bauliche Schnellschüsse nicht möglich. „Der Eigentümer hat signalisiert, dort vielleicht Wohnbebauung machen zu wollen. Das wäre aus meiner Sicht eine gute Lösung, so Lück. Bis eine entsprechende Planung vorliegt, wird es auf der Fläche an der Falkenrehder Chaussee zumindest keine großen Veränderungen geben.

Von Jens Wegener

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