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Ketzin Gute Chancen für viertes Mehrfamilienhaus in der Baustraße
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17:39 05.02.2020
Das jetzt geplante Mehrfamilienhaus soll an das bereits stehende Gebäude (r.) angebaut werden und eine städtebauliche Abrundung sein. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Die städtebaulich sinnvolle Abrundung an der Ecke Baustraße/Havelpromenade in Ketzin/Havel durch den Bau eines Mehrfamilienhauses mit fünf Wohneinheiten ist nach langer Diskussionen nun sehr wahrscheinlich.

Noch im April vergangenen Jahres war das Vorhaben des Ketziners Eike Pritzkow, so wie es geplant war, im Ketziner Hauptausschuss mehrheitlich abgelehnt worden. Hauptgrund war nach Meinung der Ausschussmitglieder, dass der Investor zu wenig Stellplätze für die insgesamt 23 Wohnungen mit vier Häusern auf einer 1852 Quadratmeter großen Fläche ausgewiesen hat.

Maximal 15 Parkplätze werden angemietet

Kurz vor Jahresende bestätigten der Hauptausschuss und auch die Stadtverordneten mehrheitlich und ohne weitere Diskussion den Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Baustraße“, der zwischen dem Investor und der Stadt geschlossen wurde. Demnach ist Eike Pritzkow bereit, für die Mieter im unmittelbaren Umfeld der Baustraße bei Bedarf 15 Parkplätze anzumieten, und zwar je fünf an der Havelpromenade/Karl-Liebknecht-Straße 3 und 8 sowie in der Baustraße. Ausgewiesen sind ferner sechs Stellplätze direkt auf dem Grundstück. Zu mehr könne der Investor nicht verpflichtet werden, da es in Ketzin/Havel keine Stellplatzsatzung gebe, hatte Bürgermeister Bernd Lück erklärt.

Zwei weitere Verpflichtungen hat der Investor übernommen: die Wiederherstellung des zerfahrenen Grünstreifens vor der kleinen Festwiese und die Reparatur des beschädigten Pflasterbelages an der Havelpromenade.

Kurvenradius soll größer werden

Im Bauantrag für das vierte Mehrfamilienhaus wird die übliche Ausgleichspflanzung ein Detail sein, denn laut Durchführungsvertrag gehören auch das Entfernen der vorhandenen Hecke und die versetzte Neupflanzung dazu. Dies erfolgt im Zusammenhang mit der von der Stadt in diesem Jahr geplanten Erweiterung des Kurvenradius von der Baustraße zur Havelpromenade, weil sowohl Busse als auch Lastzüge zunehmend Probleme bei der Zufahrt in die Havelpromenade haben. Lück betont, dass diese Baumaßnahme erst noch mit dem Haushalt 2020 von den Stadtverordneten beschlossen werden muss. Das erfolgt am 24. Februar.

Bodendenkmals sind kein Bauhindernis

Die auf dem Areal Baustraße vorhandenen Bodendenkmale dürften kein Bauhindernis sein. Handelt es sich doch um eine der in der Region üblichen Siedlungen der Ur- und Frühgeschichte sowie um ein Gräberfeld des slawischen Mittelalters. Laut Stadtverwaltung würde die Untere Denkmalbehörde die Erlaubnis zur Veränderung beziehungsweise Teilzerstörung geben. Sie mache aber zur Bedingung, dass die denkmalzerstörenden Maßnahmen auf das erforderliche Minimum reduziert werden und der Investor die baubegleitende archäologische Dokumentationen gewährleistet.

Von Wolfgang Balzer

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