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Ketzin Bürgermeister begrüßte wieder die neuen Einwohner
Lokales Havelland Ketzin Bürgermeister begrüßte wieder die neuen Einwohner
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20:40 27.10.2019
Einige der Ketziner Neubürger, die Bürgermeister Bernd Lück (Rechts) am Sonnabend begrüßte. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

Halbjährlich lädt Bürgermeister Bernd Lück Ketziner Neubürger zu einem Informationsgespräch über die Stadt und ihre künftige Bevölkerungsentwicklung ein. Und seit Jahren zeichnet er, wie auch wieder am Sonnabend, ein ganz anderes Bild von der bisherigen und künftigen Entwicklung als die offiziellen Prognosen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des Landesamtes für Bauen und Verkehr.

„Gegenwärtig hat unsere Stadt 6621 Einwohner. Laut der Prognose von 2014 dürften es aber nur etwa 6000 sein. Und nach der aktuellen Prognose noch immer unter 6400, mit der Tendenz nach unten: etwa 5780 werden es laut Prognose im Jahre 2030 nur noch sein. Das ist fern jeder Realität und ärgert mich“, sagte Lück zu den Neubürgern.

Falsche Prognosen sorgen für weniger Geld im Etat

Denn allein durch die beiden in Vorbereitung befindlichen neuen Baugebiete Baumschulwiese und Zuckerfabrik wachse die Stadt um fast 1500 Einwohner.

Es ärgert ihn besonders deshalb, weil die so genannten Schlüsselzuweisungen des Landes je Einwohner auch nach diesen Prognosen berechnet werden. Das Geld fehle natürlich im Haushalt der Stadt, betonte Lück in der Gesprächsrunde, in der auch auf das verkommene Grundstück hinter dem Stadthaus mitten im Zentrum hingewiesen wurde.

Schandfleck soll verkauft werden

Das sei in Privateigentum, solle nun aber von einer Erbengemeinschaft verkauft werden. Der künftige Investor habe „eine gute Nutzung“ zugesagt. Christa Martin erinnerte sich noch immer gerne, als einst das Grundstück zum damaligen Café Schomburg gehörte und an dieser Stelle ein gepflegter Biergarten existierte.

Die Sauberkeit in der Stadt war auch bei diesem Gedankenaustausch ein Thema, speziell die Hinterlassenschaften vieler Hunde. Jeanette Falk ärgert das ebenso wie die fehlenden Beutel für den Kot in den entsprechenden Behältnissen. Lück kennt die Probleme. Kaum bestückt, wären die Behälter wieder leer und Anzeigen über die Verunreinigungen hätten bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht, meinte er.

Sicherheitsrisiko für Kinder

Jennifer Schracke regte an, den Spielplatz an der Potsdamer Straße einzuzäunen, denn gleich nebenan seien zwei viel befahrene Straßen – ein Sicherheitsrisiko für die Kinder. Lück sieht das auch so. Bisher fand die Einstellung der Finanzen in den Haushalt keine Mehrheit, und auch beim Bürgerhaushalt 2020 hätten zu wenige Bürger dafür gestimmt. So landete das Vorhaben mit nur 30 Stimmen auf dem zehnten Platz und konnte nicht mehr berücksichtigt werden.

Während des Empfanges konnte der Bürgermeister verkünden, dass die lange gewünschte kostenlose Nutzung des Wlan an einigen wichtigen Punkten der Stadt nun möglich ist, so an der Touristinformation in der Rathausstraße, im Strandbad, an der Steganlage und auch an der Etziner Mehrzweckhalle.

Später auch am Rathaus und in Zachow

In Kürze kämen noch das Dorfmuseum Tremmen (am 29. Oktober), das Dorfgemeinschaftshaus Falkenrehde und die Fähre hinzu. Spätere Standorte werden am Rathaus und am Dorfgemeinschaftshaus Zachow sein.

Wie sich denn mit der steigenden Einwohnerzahl die Infrastruktur in der Kleinstadt entwickeln werde, war gleichfalls ein Gesprächsthema. Lück verwies auf ein dementsprechendes Vorhaben. Die Stadtverordneten hätten die Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes beschlossen.

Vorschläge sind gefragt

Dafür seien möglichst viele Vorschläge der Ketziner sehr erwünscht, sagte Bernd Lück und verwies auf die erste Bürgerversammlung zu diesem Thema. Die findet am 4. November um 18 Uhr im Stadthaus statt.

Von Wolfgang Balzer

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