Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ketzin Erster Storch in Ketzin gesichtet
Lokales Havelland Ketzin Erster Storch in Ketzin gesichtet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:44 10.03.2019
Der Storch, der in der Baustraße beobachtet wurde. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

Einen Tag früher als im vergangenen Jahr, am Sonntag in den frühen Morgenstunden, bezog Adebar sein angestammtes Nest in der Ketziner Baustraße. Der Standort ist bei den Störchen sehr beliebt, seit rund 50 Jahren werden sie dort gesichtet. Bereits am Mittwoch schaute ein Storch dort vorbei, blieb aber nur einige Minuten. Jetzt muss man sehen, ob es sich tatsächlich schon um den „richtigen“ Storch handelt oder nur um einen, der auf der Durchreise ist.

Nest um 50 Meter versetzt

Im vergangenen Jahr war das Nest wegen eines Wohnungsbaus um rund 50 Meter versetzt worden. Gerade noch rechtzeitig, denn etwa eine Woche später wurde der Horst vom männlichen Storch besetzt. Einige Zeit danach folgte auch der weibliche Storch. Dann begann das Zittern, denn noch viele Tage später herrschte teils starker Frost, der den Vögeln die Futtersuche erschwerte.

Das Nest ist von den insgesamt zwölf in der Stadt das erfolgreichste hinsichtlich der darin aufgezogenen Jungstörche. Auch in den Nestern in Etzin und Gutenpaaren werden ähnlich viele Jungstörche gezählt, sagte Claudia Jörg, NABU-Storchenbeauftragte im Osthavelland während einer Ausstellungseröffnung im vergangenen Jahr.

Manche Horste bleiben leer

Aber nicht alle Horste werden in der Havelstadt so gut angenommen, wie der in der Baustraße. In den Nestern am Seniorenzentrum und an der Havel wurde noch nie ein Storch gesichtet. Das liegt möglicherweise daran, dass die Störche eine weite Rundumsicht mögen. Bis etwa drei Kilometer vom Horst entfernt sucht Adebar seine Nahrung und dabei ist er nicht wählerisch. Alles Tierische wie Frösche, Mäuse, Maulwürfe, aber auch Insekten und Regenwürmer stehen auf dem Speiseplan.

Rund 500 Gramm muss er davon täglich zusammensuchen. Viel Arbeit gibt es für die Eltern später, wenn die Küken geschlüpft sind. 16 bis 28 Kilogramm Futter müssen die Storcheneltern für ein Küken insgesamt zusammensuchen. Schließlich haben diese nach fünf Tagen ihr Geburtsgewicht verdoppelt und nach zwei Wochen verzehnfacht.

Hoffnung auf viele Storchenküken

Nun hoffen die Storchenfreund wieder auf viele erfolgreich aufgezogene Storchenküken, denn nach erheblichem Rückgang hat sich seit 1990 der Bestand stabilisiert. Aber die rund 50 Jungstörche, die im Osthavelland jährlich flügge werden, reichen noch nicht aus, um hier die Population zu erhalten.

Von Wolfgang Balzer

Ende 1921 überfielen sechs Männer das Postamt und machten Beute im Wert von über 300.000 Mark. Auch wenn sie gefasst worden sind: Ein Teil des Diebesgutes blieb verschwunden.

09.03.2019

Die Silos und das frühere Bohnhorst-Gelände an der Havel in Ketzin haben erneut den Besitzer gewechselt. Das ehemalige Kraftfuttermischwerk gehört jetzt einer Immobilienfirma. Bis Ende 2021 soll der Agrarhandel aber weitergehen.

06.03.2019

Gerade mal 41 Ketziner äußerten im Zeitraum November bis Januar ihre Meinungen zur Arbeit der Stadtverwaltung. Bei der ersten Befragung in 2016 waren es 55 Leute. Trotzdem hat der Bürgermeister Grund zur Freude.

05.03.2019