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Ketzin Der Kegelsport in Ketzin soll erhalten werden
Lokales Havelland Ketzin Der Kegelsport in Ketzin soll erhalten werden
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08:18 30.07.2019
Vereinschef Heiko Kersten (5.v.l.) auf der Ketziner Kegelbahn. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

Für jede Menge Wirbel hat in Ketzin/Havel der MAZ-Beitrag „Große Sorgen eines Sportvereins“ vom vergangenen Donnerstag gesorgt. Darin geht es um die Zukunft der Kegler vom SC Ketzin. Die spielen und trainieren seit Jahren in einer Kegelhalle gegenüber vom Ketziner Bahnhof, die im Besitz von Ralf Gräbnitz ist.

Während des Besuches des havelländischen Landrates und des Ketziner Bürgermeisters haben die Kegler ihre Sorgen geäußert, die in diesem Jahr von 1000 auf 3000 Euro erhöhte Jahrespacht für die Bahn nicht mehr aufbringen zu können.

Verein ist jetzt Betreiber der Bahn

Das aber kann Verpächter Ralf Gräbnitz nicht nachvollziehen, denn: „Es wurde die neue Pacht Ende 2018 im Einvernehmen mit den Keglern vereinbart. Der Verein muss zwar mehr zahlen, dafür aber ist er seit 1. Januar auch Betreiber der Bahn.

Das heißt, alle Einnahmen aus Bahnvermietungen an Dritte und aus dem Getränkeverkauf bleiben beim Verein. Deshalb ist die Existenz der Kegler des SC Ketzin in keiner Weise gefährdet.“

Laut Gräbnitz habe der Verein allein im ersten Halbjahr die Bahnen 80 bis 100 Stunden an Dritte vermietet, so dass dadurch schon einiges Geld reingekommen sein muss.

Drastischer Anstieg der Heizungskosten

Die Steigerung der Pacht von 1000 auf 3000 Euro begründet der Eigentümer vor allem mit gestiegenen Heizungskosten (etwa 2000 Euro pro Jahr). Außerdem seien die Energie- und die Wasserkosten, die Toilettenbenutzung einschließlich Reinigung sowie mögliche Reparaturen in der Pacht enthalten. „Nimmt man alles zusammen, bleiben mir etwa 600 Euro pro Jahr übrig. Ich denke, das ist sehr nutzerfreundlich“, sagt Ralf Gräbnitz.

Er distanziert sich zudem von dem Vorwurf des Vereins, dass die Nachwuchsabteilung des Kegler zu Jahresbeginn deshalb aufgelöst worden sei, weil die Zukunft der Kegler auf der Bahn nicht gesichert sei. Daran aber hält der Vereinsvorsitzende des SC Ketzin Heiko Kersten fest: „Nach der Ankündigung des Eigentümers, die Pacht erhöhen zu wollen, haben viele Eltern ihre Kinder abgemeldet.“

Am Jahresende sollen Zahlen auf den Tisch

Aus seiner Sicht sind die 3000 Euro Jahrespacht nur schwerlich aufzubringen. „Man muss ja berücksichtigen, dass bei der Vermietung der Bahn an Dritte jedes Mal ein Vereinsmitglied anwesend sein muss. Das sei aber nicht uneingeschränkt möglich, denn es sind ja viele Stunden Freizeit, die dabei draufgehen.“ Ebenso verhalte es sich mit dem Getränkeein- und verkauf.

Für das laufende Jahr hat die Stadt Ketzin/Havel mit einem einmaligen Zuschuss an den SC Ketzin den finanziellen Engpass überbrückt. Am Jahresende müssen alle Zahlen auf den Tisch, um eine Lösung zu finden, den Kegelsport in Ketzin zu erhalten“, hatte Bürgermeister Bernd Lück angekündigt.

Von Jens Wegener

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