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Ketzin Restaurant „An der Fähre“ in neuem Look
Lokales Havelland Ketzin Restaurant „An der Fähre“ in neuem Look
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15:22 12.06.2019
Das Führungsteam des Restaurants „An der Fähre“ in Ketzin: Sascha Zeine, Olaf Wiechert, Jana und Erhard Zeine. (v.l.) Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Die Tradition eines Gaststättenbetriebes in unmittelbarer Nähe der Ketziner Havel, die weit in die DDR-Zeit zurückreicht, wird fortgesetzt. Nach dreimonatigen Umbau und einer Modernisierung ist das Restaurant „An der Fähre“ wieder geöffnet. Die Inhaber Jana Zeine und ihr Bruder Sascha haben viel Geld in die Hand genommen, um dem Haus innen und außen einen neuen Look verpassen zu lassen.

Küchenerweiterung folgt

„Es musste mal wieder etwas Neues her, denn die Möbel innen, die Toiletten und der Terrassenbereich hatten sich seit 1992 kaum verändert“, sagt Jana Zeine. Sie freue sich jetzt über das neue Erscheinungsbild der Gaststätte, auch wenn die nächste große Baumaßnahme schon vor der Tür steht. Die viel zu kleine Küche soll erweitert werden. Ein Anbau von etwa 40 Quadratmetern steht bevor.

Bis zu 100000 Gäste pro Jahr

Immerhin gehören sechs Köche und zwei Beiköche, die arbeiten zeitversetzt, zum Team „An der Fähre“, dazu kommen saisonbedingt noch einige Servicemitarbeiter. „Bis zu 100 000 Gäste werden bei uns pro Jahr versorgt“, weiß Olaf Wiechert, Ehemann von Jana Zeine, der als Geschäftsführer alle Dinge regelt, die zum täglichen Betrieb gehören. „Manchmal koche ich auch, aber nur die Rezepte von der Oma, also Schmorgurken und Suppen“, sagt Wiechert.

Havel-Aal und Schmorgurken

Ansonsten stehen Zander, Scholle und Aal ganz oben auf der Liste der meistverkauften Gerichte, wobei der Aal vom Ketziner Fischer Christian Thierling geliefert wird, wenn er denn etwas gefangen hat. Aber Leber und Rouladen stehen genauso auf der Speisekarte des Hauses, das deutsche Küche anbietet.

Während im neu gestalteten und ausgestatteten Innenraum etwa 85 Leute Platz finden, sind es auf der Terrasse bis zu 100. „Wir haben die Sonnenschirme rausgeschmissen und eine moderne Überdachung einbauen lassen, die einklappbar ist“, sagt Wiechert und begründet: „Oft sind die Schirme bei starkem Wind umgefallen.“

Freier Blick aufs Wasser

Große Schiebetüren erlauben den Gästen nun auch in der kälteren Jahreszeit von drinnen einen Blick aufs Wasser und die Fähre, die zwischen der Ketziner und Schmergower Seite der Havel hin und her pendelt. „Es wurden Decken rausgerissen, Balken freigelegt, alle Fenster erneuert wie auch der Fußboden“, sagt Sascha Zeine.

Anfang der 80er-Jahre gestartet

Dass er und seine Schwester Jana heute in der Gastronomie ihren Lebensunterhalt verdienen, verdanken sie dem Mut und dem eisernen Willen ihres Vaters Erhard und seiner inzwischen verstorbenen Frau Sabine. Erhard gab Anfang der 80er-Jahre seinen Job beim VEB Verbundnetz in Ketzin auf und übernahm den damaligen „Lietzenschuppen“ – so hieß das Restaurant früher – nachdem es einige Zeit leer stand. Nach der Wende fassten er und seine Frau Sabine, die Inhaberin der Gaststätte wurde, neuen Mut, nahmen ein Kredit auf und bauten um. Seit dem Tod ihrer Mutter 1995 gehört das Restaurant nun Jana und Sascha Zeine.

Von Jens Wegener

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