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Ketzin Seniorenratsvorsitzende Thea Hoedt wird 80
Lokales Havelland Ketzin Seniorenratsvorsitzende Thea Hoedt wird 80
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17:33 15.05.2019
Mit Blumen gratulierten Ketzins Bürgermeister Bernd Lück und seine Stellvertreterin Sabine Pönisch der Seniorenratsvorsitzenden Thea Hoedt zum 80. Geburtstag. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

„Jetzt mit der Acht vorn, fühlt man sich so alt. Das ist schlimm“, sagt Thea Hoedt. Aber wer die rüstige Frau aus Falkenrehde kennt weiß, dass sie sich auch mit 80 Jahren noch längst nicht zur Ruhe setzen wird. „Das kann ich gar nicht, nur zuhause sitzen, das wäre mir nichts. Ich brauche Action.“ Die hat die Rentnerin seit Ende 2005, als sie den Vorsitz des Ketziner Seniorenrates übernahm.

Ausbildung als Spitzendreherin

Action gab es aber auch in der Kindheit, als Jugendliche und im Berufsleben von Thea Hoedt jede Menge. 1941 wurde die Familie ausgebombt, sie musste mit den Eltern mehrfach umziehen. Später begann sie als 14-jähriges Mädchen im Vogtland eine Lehre zur Spitzendreherin. Im Laufe der Zeit machte Thea Hoedt fünf(!) Berufsabschlüsse. Unter anderem ist sie Lehrerin.

Lehrgang absolviert zur Seniortrainerin

Mit 60, genau zur Wendezeit, ging sie in Rente. „Ich habe mir überlegt, womit ich mich beschäftigen könnte. Und weil es zu der Zeit keinen Interessenvertreter für Senioren in Ketzin gab, ich als staatlich anerkannte Altenpflegerin wusste, womit sich alte Menschen befassen, fiel mir ein, den Seniorenrat zu gründen“, erinnert sich Thea Hoedt. Sie besuchte einen Lehrgang zur Seniortrainerin beim Kompetenzzentrum Havelland und scharrte einige Gleichgesinnte umsich.

Mitglied im Kreisseniorenbeirat

Der Erfolg spricht für sich: Der Seniorenrat in Ketzin hat inzwischen ein Mitspracherecht bei Entscheidungen der Stadtverordneten, wenn es um die Belange der älteren Menschen geht. In Falkenrehde hat sich ein Seniorenverein gebildet, in Tremmen gibt es eine Gruppe, in Paretz soll demnächst eine folgen. Auf Drängen von Thea Hoedt ist es gelungen, in der Ketziner Stadtverwaltung einen Seniorenbeauftragten zu etablieren, der als Ansprechpartner bereit steht.

Mittlerweile ist die Falkenrehderin auch Mitglied im Kreisseniorenbeirat, sogar stellvertretende Vorsitzende. „Thea ist zielstrebig, engagiert und meistens froh gelaunt“, sagt die Brieselangerin Manuela Wölke vom Kreisseniorenbeirat, die am Mittwoch zum Gratulieren kam, wie auch Bürgermeister Bernd Lück und seine Stellvertreterin Sabine Pönisch.

Reisen durch die Welt

Freizeit, so sagt Thea Hoedt, habe sie kaum. Seniorenarbeit sei ein Vollzeitjob, nur ehrenamtlich. Trotzdem reist sie gern durch die Welt, war zuletzt in China an der großen Mauer, in der Vereinigten Arabischen Emiraten und am Baikalsee.

Wenn dann noch Luft ist, bastelt sie die Fotobücher über ihre Reisen. Denn vor der modernen Technik wie Smartphone und Computer hat die jetzt 80-Jährige keine Scheu. „Das habe ich mir alles selbst beigebracht – mit einem Computerprogramm.“ Alles getreu ihres Lebensmottos: „Ich kann nicht verhindern, dass ich alt werde. Aber ich kann dieser Lebensphase einen Sinn geben.”

Von Jens Wegener

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