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Ketzin Jugendclubs in allen Ortsteilen
Lokales Havelland Ketzin Jugendclubs in allen Ortsteilen
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16:02 29.10.2019
Für Kinder und Jugendliche sollen mehr Angebote unterbreitet werden. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

Wie wird die Kinder- und Jugendarbeit sowohl inhaltlich aber auch personell in der Stadt Ketzin/Havel und ihren Ortsteilen künftig gestaltet? Antworten darauf gibt das am Montag von den Ketziner Stadtverordneten entsprechende bei nur einer Stimmenthaltung mehrheitlich beschlossene Konzept.

1200 Kinder und Jugendliche

Das Konzept betrifft rund 1200 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 25 Jahren, im Altersbereich zwischen dreizehn und 18 Jahren sind es 341. Insgesamt sind die Voraussetzungen für abwechslungsreiche betreute Aktivitäten recht gut in der Stadt. In allen Orten gibt es Räume, die dafür genutzt werden können.

Personelle Lücken

Personell sind die Voraussetzungen derzeit jedoch nicht optimal. Im Ketziner Jugendclub ist zwar gegenwärtig nur eine Stelle vergeben, aber der Leiter des Jugendclubs wird noch von einem ehemaligen Besucher fünfzehn Stunden pro Woche ehrenamtlich unterstützt. In Tremmen, Paretz und Etzin ist nun wieder an einem Tag in der Woche für die Jugendlichen ein Angebot gesichert. Und in Zachow und Falkenrehde ist eine Hilfskraft in den Dorfgemeinschaftshäusern für die Kinder und Jugendlichen vor Ort.

Jugendkoordinatorin im Amt

Bürgermeister Bernd Lück ist froh, dass seit September mit Anke Bienwald auch die Stelle der Jugendkoordinatorin wieder besetzt werden konnte. Wie sie vor Ort in Etzin versicherte, beabsichtigt sie neben der fachlichen Anleitung die Arbeit in den Ortsteilen durch Spiel- und Sportangebote und bei Veranstaltungen direkt zu unterstützen. „Wir werden ortsübergreifende Projekte und Veranstaltungen planen“, sagte sie. Dazu gehörten unter anderem Themen-Kinderdiscos ebenso wie sportliche Turniere im Volleyball und Beachvolleyball aber auch ein großes Fußballturnier im Zusammenwirken mit FSV Falke auf dem Kunstrasenplatz. Grillabende, Kochangebote und auch gemeinsame Weihnachtsfeiern mit allen Kindern und Helfern in allen Clubs werden sicher viel Anklang finden. Entsprechend der allgemeinen aktuellen Situation wird es Veranstaltungen zu den Themen Mobbing, auch Cyber-Mobbing, und Drogen geben.

Beirat nicht aktiv

Vorteilhaft für die Kinder- und Jugendarbeit ist sicher die Unterstützung kommunaler Gremien. Festgelegt ist nun, dass die Jugendkoordinatorin regelmäßig im Kulturausschuss über ihre Arbeit informieren wird. Eine offene Baustelle gibt es allerdings noch, das ist die Aktivierung des Kinder- und Jugendrates.

Familienpark vorgeschlagen

Sicher positiv wird sich die Handlungsempfehlung auswirken, dass Hort, Kitas und Jugendclub enger zusammenarbeiten werden. Als Handlungsempfehlung listet das Konzept unter anderem auch die Schaffung einer Stelle für Sozialarbeit an der Ketziner Europaschule und die Gestaltung eines „Familienparks“ auf der Freifläche am Jugendclub auf. Hier könnten die Jugendlichen ihre Gedanken und Wünsche für die von der Stadt beabsichtigte vielfältige Nutzung des Areals einbringen. Auf Empfehlung der Mitglieder des Hauptausschusses der Stadt sind nun die Demokratiebildung und Förderung der Werteentwicklung der Kinder und Jugendlichen als Querschnittsaufgabe sämtlicher Maßnahmen im Rahmen des Konzeptes festgeschrieben worden.

Umfrage nicht eingeflossen

Gut getan hätte der Ketziner Kinder- und Jugendarbeit, wenn in das nunmehr bestätigte Konzept auch die Ergebnisse repräsentativer Umfragen nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen, aber auch nach den Felder, in denen sie persönlich Verantwortung übernehmen würden, eingeflossen werden. Solche fanden nicht statt. Und es gibt auch noch Kinder- und Jugendarbeit in der Mehrzahl der 47 städtischen Vereine. Bekannterweise würden sie sich mehrheitlich freuen, bei der Nachwuchsgewinnung, beispielsweise mit gemeinsam veranstalteten Aktionen, unterstützt zu werden. Eine entsprechende Handlungsempfehlung gibt es nicht.

Von Wolfgang Balzer

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