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Ketzin Kunstrasenplatz ist fertig
Lokales Havelland Ketzin Kunstrasenplatz ist fertig
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19:22 17.07.2018
Bei der Freigabe des Kunstrasenplatzes durch Bürgermeister Bernd Lück (2.v.l.) dabei: Sebastian Schläger, Frank Recknagel und Uwe Liebig vom FSV-Vorstand (v.l.) .
Bei der Freigabe des Kunstrasenplatzes durch Bürgermeister Bernd Lück (2.v.l.) dabei: Sebastian Schläger, Frank Recknagel und Uwe Liebig vom FSV-Vorstand (v.l.) . Quelle: Jens Wegener
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Ketzin/Havel

Vor wenigen Wochen erst hat Frank Recknagel den Vorsitz des Vereins FSV ’95 Ketzin-Falkenrehde übernommen. Jetzt durfte er von Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) symbolisch den neuen Kunstrasenplatz im Friedrich Ludwig-Jahn-Weg übernehmen. „Für unsere Sportler im Verein ist diese Anlage ein großer Gewinn. Besonders für die Fußballer im Nachwuchsbereich. Wir können uns nur bei der Stadtverwaltung und den Stadtverordneten bedanken“, sagte Recknagel.

In sattem Grün, auch wenn es kein echter Rasen ist, zeigt sich das Platz, der für den Punktspielbetrieb im Kleinfeldbereich zugelassen ist, also für die Jugend und Junioren sowie die Ü 40-Männer. Dazu wurden vier Flutlichtmasten installiert, die mit LED-Lampen ausgestattet sind und nun auch den Trainingsbetrieb in den Wintermonaten zulassen, freute sich Recknagel.

Auch der Schulsport und der Castingclub profitieren

Die erste Männermannschaft des FSV, die in der Kreisliga-Havelland kickt, trägt ihre Punktspiele entweder in Falkenrehde oder auf dem benachbarten Ketziner Rasenplatz aus, der nun aber weniger beansprucht wird. Lediglich die Mitglieder des Ketziner Castingclubs (Trockenangeln) trainieren auf Rasen, dazu kommt noch der Schulsport.

Eine Anlage mit Kunstrasenplatz und neuem Sozialgebäude in Ketzin zu schaffen, war lange umstritten. „Erst als wir ein Sportstättenentwicklungskonzept erstellt haben und die Bedarfe für die Zukunft erfasst wurden, war klar, dass wir einen Platz brauchen, der das ganze Jahr nutzbar ist“, sagte Bürgermeister Bernd Lück.

Platzpflege wird noch geklärt

Die Planungen begannen 2015, der Fördermittelantrag wurde im August 2016 gestellt und im März 2017 bewilligt. „Ohne die 75prozentige Förderung aus dem Leader-Programm von Land und EU hätten wir den Platz nicht bauen können“, so Lück weiter. Es gab in der Bauphase einige Verzögerungen. „Weil der Baugrund schlecht und der Grundwasserstand zu hoch war, musste Drainage verlegt werden“, erklärte Mathias Meißner von der Ketziner Bauverwaltung.

Insgesamt hat das Projekt inklusive Außenanlagen 388 000 Euro gekostet. Die rund 97 000 Euro Eigenmittel hat die Stadt Ketzin/Havel aufgebracht und dem Sportverein sozusagen geschenkt, weil der den Platz betreibt.

In den kommenden Wochen wird abschließend zwischen der Stadtverwaltung und dem Sportverein geklärt, wie genau die Pflege des neuen Platzes erfolgen soll. Der muss regelmäßig gewässert und von Blättern befreit werden. Hinzu kommt, dass der im Kunstrasen ausgebrachte Quarzsand durch Wind, durch den Spielbetrieb und das kleine gewollte Gefälle in Abständen neu verteilt werden muss. Dazu ist bestimmte Technik erforderlich oder man beauftragt eine Fremdfirma mit der Pflege, was auf Dauer wohl teurer sei, meinte Bernd Lück.

Sozialtrakt nicht vor 2020

Neben dem Kunstrasenplatz ist ein Sozialtrakt mit Umkleiden, Duschen und WCs geplant. „Die Baracken am Rasenplatz sind 40 bis 50 Jahre alt und entsprechen in keiner Weise mehr den heutigen Standards“, räumte der Bürgermeister ein. Nur fehlt der Kommune derzeit das Geld, um sofort loszulegen. „Wir werden diesen Teil nicht vor 2020 und auch dann nur mit Fördermitteln bauen können. Im Moment müssen wir in Schulen und neue Kita-Plätze investieren“, so Lück.

Wenn die Baracken später mal abgerissen werden, sollen an deren Stelle weitere Parkflächen entstehen, die auch Strandbadbesucher nutzen können.

Von Jens Wegener