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Ketzin Neuer Stadtteil an der Ketziner Havel in Sicht
Lokales Havelland Ketzin Neuer Stadtteil an der Ketziner Havel in Sicht
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19:16 06.08.2019
Markanter Punkt des Areals sind die Silos, die derzeit noch als Getreidespeicher dienen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ketzin/Havel

Die S Immo AG hat das etwa 18 Hektar große Gelände der ehemaligen Ketziner Zuckerfabrik erworben und will dort bauen. Die künftige Nutzung wurde Montagabend im Bauausschuss der Stadt erstmals vorgestellt. Bis zu 1200 Menschen könnten demnach in Havelnähe ein neues Zuhause finden. Mehrheitlich empfahlen die Mitglieder des Bauausschusses, für diese Fläche einen neuen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan der Stadt entsprechend anzupassen.

Projekt „Wasserstadt“ lebt wieder auf

Seit 1995 gibt es den noch gültigen Bebauungsplan „Wasserstadt Ketzin“. Allerdings konnte dieses städtebauliche Konzept trotz mehrerer Versuche von Projektentwicklern bis auf die Festwiese an der Havelpromenade und den öffentlichen Parkplatz An der Stege nicht umgesetzt werden. Wie Architekt Daniel Bormann von der Realace GmbH, die im Auftrag des Investors agiert, begründete, sei dieser Bebauungsplan nicht mehr zeitgemäß.

Silos bleiben erhalten, Nutzung noch unklar

Alte Gebäude sollen saniert werden. Quelle: Wolfgang Balzer

Auch altersgerechte Wohnungen

In der Nähe der Hafenbecken könnten altersgerechte Wohnungen entstehen. Quelle: Wolfgang Balzer

Platz für 1200 Einwohner

1892 wurde die Ketziner Zuckerfabrik auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei gebaut. 1962 erfolgte ihr Umbau in ein Kraftfuttermischwerk. Bis heute dienen die Silos als Getreidespeicher. Quelle: Helmut Augustiniak

Das Areal werde in die Innenstadt eingebunden und der Verkehr nicht nur über die Nauener Straße, sondern auch über die Zufahrt an der Brandenburger Chaussee geführt, wurde versichert. Von etwa 1000 Parkplätzen auf dem Areal ist die Rede. Der Investor sicherte zu, einen städtebaulichen Vertrag abschließen zu wollen. Zu regeln sind auch die Kinderbetreuungs-, Bildungs- und Gesundheitsangebote. Die Planungskosten trägt der Investor.

Sorgen beim Angelverein

Auf dem Areal nutzt der Angel- und Seesportclub eine etwa 600 Quadratmeter große Fläche. Die etwa 70 Mitglieder sorgen sich, ob sie dort bleiben können, wie Vorsitzender Michael Radtke erklärte. Christoph Heide von der Projektleitung versicherte, dass man bemüht sei, einen Ausgleichsstandort zu finden. Ketzin/Havel sei ein Fischerstädtchen, die Angler gehörten dazu. „Wir wollen den Standort mit den Ketzinern entwickeln. So gewinnen beide“, betonte er auf die Anfrage von Michel Radtke.

Noch bis 2021 nutzt die BayWa AG das Areal als Umschlagplatz für Getreide. Detaillierte Zeiträume wurden deshalb nicht genannt.

Von Wolfgang Balzer

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