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Ketzin SPD mit Wahlprogramm fürs Havelland
Lokales Havelland Ketzin SPD mit Wahlprogramm fürs Havelland
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15:55 21.12.2018
Martin Gorholt und Stefan Schneider mit Positionspapier. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

 Mit „Im Havelland zu Hause“ haben die Sozialdemokraten ihr Programm überschrieben, mit dem sie in die kommende Wahl eines neuen Kreistages gehen. Den Entwurf haben die Mitglieder des Unterbezirks am Donnerstagabend in Falkensee beschlossen. Am Freitag haben ihn Martin Gorholt, Vorsitzender des SPD Havelland, und Stefan Schneider, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag, öffentlich vorgestellt.

Umbruch in der SPD

Endgültig wird über das Programm am 19. Januar in Nauen entschieden, wie auch über die Kandidaten. Aber die wesentlichen Namen stehen schon fest. „Wir haben Frauen und Männer auf den Listen, Junge und Ältere, bekannte und neue Gesichter“, sagte Stefan Schneider, „das spiegelt die Gesellschaft und den Umbruch in der SPD wider.“ Im Wahlkreis 1 treten neben Christine Milde auch Nina Omilian und Heinz-Walter Knackmuß an. Im Wahlkreis 2 sind neben Stefan Schneider der Nauener Ex-Bürgermeister Detlef Fleischmann und Jürgen Tschirch aus Ketzin dabei. Im Wahlkreis 3 tritt diesmal Udo Folgart aus Paaren an, auch Bärbel Eitner aus Pausin, Norbert Jütterschenke aus Brieselang und Kerstin Richter aus Dallgow-Döberitz stehen auf der Kandidatenliste. In Falkensee ist noch einiges offen, aber auch hier sind bekannte Namen wie Ingrid Junge, Ingo Wellmann und Udo Appenzeller im Gespräch.

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Erfolgreiche Zählgemeinschaft

„Wir stellen auf jeden Fall nur Kandidaten auf, die auch wählbar sind“, sagte Stefan Schneider, also hier werden keine Bürgermeister auf Stimmenfang geschickt, die dann nicht im Kreistag sitzen dürfen. Andere Parten haben das zumindest in der Vergangenheit anders gehandhabt. Ob die überwiegend erfolgreiche Zählgemeinschaft fortgesetzt wird, dazu wird jetzt noch keine Aussage gemacht. Bei der letzten Kommunalwahl erreichte die SPD die meisten Stimmen, lag knapp vor der CDU.

Attraktives Leben

Die SPD Havelland will aber nicht nur mit Personen punkten, sondern auch mit Inhalten. Das Wahlprogramm unterlegt den Slogan von dem Zuhause im Havelland inhaltlich: Leben und Wohnen im Havelland sollen weiter attraktiv sein. Dabei sind Themen wie Mobilität und Wohnen Schwerpunkte. Das betrifft die eigene Verantwortung des Kreises wie einen starken ÖPNV. Es betrifft aber auch attraktive Zugverbindungen für Tausende von Pendlern.

Stabstelle für Digitalisierung

Die SPD drängt auf eine Stabsstelle „Digitalisierung“ in der Kreisverwaltung. Sie setzt sich für bezahlbare Wohnungen ein und setzt dabei auf Geschosswohnungsbau. „Wir sprechen uns für ein Bündnis von Landkreis und Kommunen bei dem Thema aus“, sagte Gorholt. Um das Leben lebenswert zu erhalten, entwickeln sie Ideen wie die Förderung des Ehrenamts und ein Förderprogramm für havelländische Dorfgasthöfe. Das 100-Stellen-Programm und der Goldene Plan Havelland zur Förderung von Vereinen, besonders im Sport, sollen fortgesetzt werden.

Von Marlies Schnaibel

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