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Ketzin Spektakulärer Unfall: Auto landet im Rhinkanal
Lokales Havelland Ketzin Spektakulärer Unfall: Auto landet im Rhinkanal
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15:04 05.04.2019
Mit Hilfe von Seilwinden konnten Feuerwehrleute das Autowrack aus dem Rhinkanal ziehen. Quelle: Julian Stähle
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Friesack

Nur knapp dem Tod entronnen ist eine 20-jährige Autofahrerin aus Ostprignitz-Ruppin am Freitagmorgen bei einem spektakulären Unfall in Friesack.

Gegen 7 Uhr war die Frau mit ihrem VW Polo aus noch ungeklärter Ursache im Rhinkanal gelandet. Ihr Leben verdankt sie einem Ersthelfer, der zufällig an der Unfallstelle vorbeikam, sofort ins Wasser sprang und sie aus dem Wrack zog.

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Bauzaun durchbrochen

Ereignet hatte sich der Unfall auf der Landesstraße 166 zwischen Friesack und Zootzen-Damm. Dort wird derzeit eine Brücke erneuert, so dass eine große Umleitungsstrecke über die B 5 gefahren werden soll.

Unterkühlungen und Verletzungen zog sich eine Autofahrerin Freitagmorgen bei einem unfreiwilligen Bad im Rhinkanal bei Friesack zu. Aus noch ungeklärter Ursache war sie mit ihrem Fahrzeug in Gewässer gefahren.

Ortskundige nehmen offenbar aber gern eine Abkürzung über die Baustelle, heißt es. Offenbar hatte auch die Unfallverursacherin diesen Weg gewählt.

Die Brücke wurde in diesem Bereich bereits entfernt. Eine Absperrung wurde eingerichtet. „Womöglich hat die Fahrerin im dichten Nebel, die Sichtweite war zum Zeitpunkt des Unfalls unter 50 Meter, den Bauzaun nicht gesehen und ist durchgebrochen“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Stefan Scharschmidt von der Friesacker Feuerwehr.

Das Auto sei zunächst an einer Spundwand hängen geblieben und dann ins Wasser gefallen und gesunken. Die Frau wurde später mit Unterkühlungen und Verletzungen am Kopf in ein Krankenhaus gebracht.

Auto war komplett versunken

Als die Kräfte von Rettungsdienst und der Feuerwehren Friesack und Vietznitz, war das Fahrzeug schon nicht mehr zu sehen. „Wir haben zwar provisorisch eine Ölsperre auf dem Kanal gelegt, aber auf Dauer hätte das ein Ausbreiten der ausgelaufenen Flüssigkeiten aus dem Wrack nicht verhindert“, so Stefan Scharschmidt.

Er forderte Kameraden der Ketziner Feuerwehr samt Schlauchboot und die Taucherstaffel aus Rathenow an. So gelang es, den Wagen mit einer Seilwinde herauszuziehen und die Verunreinigung des Gewässers einzudämmen. Die Bergung dauerte bis zum Mittag an.

Von Jens Wegener

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