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Ketzin Seltenes Jubiläum: Die Eberts feiern Steinerne Hochzeit
Lokales Havelland Ketzin Seltenes Jubiläum: Die Eberts feiern Steinerne Hochzeit
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17:24 07.04.2019
Bürgermeister Bernd Lück gratulierte Gerda und Werner Ebert zum steinernen Ehejubiläum. Quelle: Wolfgang Balzer
Ketzin/Havel

„Ein paar Steine sind auch drin“, scherzte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück, als er am Sonnabend Gerda und Werner Ebert zu ihrem ganz besonderen Tag im Leben mit einer Schale voller Frühlingsblumen gratulierte. Im Hause Ebert wurde an diesem Tage mit vielen Gratulanten aus dem Familienkreis steinerne Hochzeit gefeiert.

Geheiratet in Paretz

Vor 67,5 Jahren, am 6. Oktober 1951, gaben sich Gerda (Jahrgang 1930) und Werner (Jahrgang 1926) in der Paretzer Kirche das Ja-Wort.

„In Paretz bin ich getauft und konfirmiert worden, dort habe ich geheiratet und feiere nun mit Werner am Sonntag nach 67,5 Jahren den Gottesdienst zu unserer steinernen Hochzeit“, ist sie stolz auf ihren gemeinsamen Lebensweg mit Werner. Der ist in Ketzin geboren und so haben beide ihr ganzes Leben in Paretz und Ketzin verbracht.

Besuch in der Tanzgaststätte

Kennen gelernt haben sie sich im Ketziner Schwarzen Adler, der damals angesagten Ketziner Tanzgaststätte. „Werner stand mit seinem lebenslangen Freund Wilhelm Kühne im Lokal, hat mich dann zum Tanz aufgefordert und nach einem Jahr haben wir uns verlobt“, erzählte Gerda im Zeitraffer. Zu dieser Zeit hatte Werner schon schwierige Jahre erlebt.

„Erst zum Arbeitsdienst, dann zur Wehrmacht eingezogen und nach dem Krieg bis Oktober 1948 in französischer Kriegsgefangenschaft“, blickte er zurück. „Ehrlich gesagt, wollte ich danach bald eine eigene Familie gründen“, merkte er noch an.

Brautschau und Fahrradklau

„Nein Werner, erzähle das nicht alles“, ist Gerda ein wenig verlegen, als ihr Gatte so einiges aus alten Zeiten zum Besten gab. „Als ich in Paretz auf Brautschau war, war später mein Fahrrad weg“, schmunzelt er heute darüber. Irgendwer hatte ihm einen Streich gespielt und es in einem Baum hochgezogen.

Nach dem Krieg arbeitete Werner Ebert bei einer Ketziner Firma mehrere Jahrzehnte als Maurer: „Es gibt nicht viele Häuser in Ketzin, an denen mein Vater nicht gearbeitet hat“, wirft Tochter Martina Fischer ein.

Mit 90 noch gearbeitet

Sie kenne ihn eigentlich nur bei der Arbeit, meinte sie. Und das bis ins hohe Alter. Mit 90 Jahren habe er noch beim Dachdecken geholfen und seinen großen Garten bewirtschaftet. Und sein geliebtes Fahrrad nutzte er auch noch fast täglich. „Ich kenne alle Dörfer in der Umgebung“, ist Werner stolz.

Viele Ketziner kennen ihn auch durch seine langjährige Teilnahme am Ketziner Radwandertag. „Er hat mich manchmal bis Schmergow auf dem Fahrrad mitgezogen, noch bis 90 ist er mir manchmal noch davongefahren“, bewunderte am Jubiläumstag Enkelin Kristin Schneider ihren Großvater.

Freude über Kinder und Enkel

Nun, da doch die Kräfte nachlassen, sind Gerda und Werner nicht allein. „Es ist schön, dass uns beide Kinder und Enkel helfen“, ist Werner sichtlich für die Unterstützung dankbar. Gemeinsam kehrten beide am Sonntag mit ihrer Familie dahin zurück, wo alles vor 67,5 Jahren begann. In der Paretzer Kirche wurde das seltene Ehejubiläum mit einem Gottesdienst gefeiert.

Von Wolfgang Balzer

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