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Ketzin Tremmener Feuerwehr hat wieder mehr Zulauf
Lokales Havelland Ketzin Tremmener Feuerwehr hat wieder mehr Zulauf
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16:33 04.12.2019
Tremmens Ortswehrführer Norman Horvath (r.) und sein Stellvertreter Sascha Schramm (l.) rahmen den Fördervereins-Vorsitzenden Thomas Seelbinder ein. Quelle: Jens Wegener
Tremmen

Wenn die Tremmener Kameraden der Feuerwehr zum Einsatz gerufen werden, müssen sie vor dem Erreichen des Depots mit ihren privaten Autos die erste Hürde nehmen: Die Zufahrt zum Gerätehaus ist eine Schlaglochpiste. Ortswehrführer Norman Horvath nimmt das inzwischen mit Humor: „Wer da durchgefahren ist, ist wenigstens wach.“ S

ein Stellvertreter Sascha Schramm ergänzt: „Im Sommer ist es noch schlimmer. Wenn wir dort langfahren, sieht man nur noch eine riesige Staubwolke. Selbst wenn die Sirene nicht heulen würde, weiß jeder, dass die Feuerwehr losfährt.“

1986 wurde angebaut

Wie die Infrastruktur vor 120 Jahren in Tremmen aussah, als am 19. November 1899 die Freiwillige Feuerwehr Tremmen gegründet wurde, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass es damals zum Start 26 aktive und 36 passive Mitglieder gab und Fritz Owe der erste Oberführer wurde.

1961 konnten die Kameraden in das jetzige Gebäude – heute heißt die Straße „An den Bleichwiesen“ – einziehen. 1986 hat das Depot einen Anbau bekommen, der als Schulungsraum genutzt wird.

Das Gerätehaus mit Anbau. Quelle: Jens Wegener

Zu zehn Einsätzen im Durchschnitt pro Jahr rücken die Tremmener Feuerwehrleute aus, das sei in den letzten Jahren etwa konstant geblieben, „denn die Einsatzbereitschaft kann tagsüber nicht abgesichert werden, weil fast alle Aktiven außerhalb arbeiten“, weiß Horvath.

Auch der 35-Jährige, der 2015 die Leitung er Ortswehr übernahm, kann nur nach Feierabend und an den Wochenenden eingreifen.

Die Tremmener Feuerwehr im Sommer dieses Jahres. Quelle: privat

Zusammenlegung wurde verhindert

Trotzdem geht es mit der Tremmener Feuerwehr seit drei, vier Jahren wieder bergauf. Um 2014 herum sah alles danach aus, als wenn die Feuerwehr aus Personalmangel mit der Etziner Wehr zusammengelegt werden müsste. Doch der Fall trat nicht ein. Der Verjüngungsprozess bei der Feuerwehr in Tremmen wirkte sich aus.

„Die Zahl der aktiven Mitglieder ist von zwölf auf 15 gestiegen, darunter sind vier Frauen“, sagt Norman Horvath. Ebenso erfreulich: Eine Jugendfeuerwehr ist gerade wieder im Aufbau. Vier Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 13 Jahren werden von Jugendwart David Pydde und seinem Stellvertreter Denny Rau betreut. Sie trainieren sonntagvormittags im Depot.

Die Ausrüstung für die Jugendfeuerwehr hängt neben der der aktiven Kameraden. Quelle: Jens Wegener

Der größte Erfolg aber war die Gründung eines Fördervereins für die Tremmener Ortswehr im März dieses Jahres. Tremmen zog damit mit den anderen Ketziner Ortswehren gleich, die solche „Schützenhilfe“ schon bekommen.

„Die Stadt Ketzin/Havel trägt die Kosten für die Ausrüstung, die Fahrzeuge und die Ausbildung. Wir als Förderverein bemühen uns um Sponsoren und Fördermittel, um zusätzliche Technik oder verbesserte Schutzausrüstungen finanzieren zu können“, sagt der Vorsitzende Thomas Seelbinder.

Zum Vorstand gehören außer ihm noch Sandro Thiel, Stefanie Wagenschütz, der Tremmener Ortsvorsteher Florian Reimann (der die Homepage der Tremmener Feuerwehr betreut), sowie Ortswehrführer Norman Horvath und sein Stellvertreter Sascha Schramm.

43 Mitglieder im Förderverein

Inzwischen zählt der Förderverein bereits 43 Mitglieder, ist somit nach den Fußballern und den Anglern der drittgrößte Verein im Dorf. Die erste Anschaffung, die der Förderverein über Sponsoren ermöglichen konnte, findet sich im einzigen Fahrzeug der Ortswehr – einem Tragkraftspritzenfahrzeug.

Das konnte mit einem Einsatznavigationsgerät (1800 Euro) ausgestattet werden. „Das bedeutet, dass die Leitstelle in Potsdam den Einsatzort unmittelbar und direkt auf das Gerät schickt, so dass das Auto schon genau weiß, wo es hingeht, wenn wir noch gar nicht im Depot angekommen sind “, sagt Norman Horvath.

Weitere Dinge stehen auf der Wunschliste der Tremmener Kameraden. So müsste die Einsatzkleidung auf den neuesten Stand gebracht werden. Und eben die Zufahrt zum Depot. Auch wenn die Straße „An den Bleichwiesen“ in privater Hand ist und die Einflussmöglichkeiten der Stadt Ketzin/Havel dadurch gering sind.

Von Jens Wegener

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