Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ketzin Zu viel Fläche versiegelt – Rückbau beschlossen
Lokales Havelland Ketzin Zu viel Fläche versiegelt – Rückbau beschlossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:01 22.05.2018
Ein Blick auf die neue Mitte in Ketzin. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ketzin/Havel

Das hat es in dem Ausmaß in der Havelstadt Ketzin noch nicht gegen: Grundstückseigentümer in der Werderschen Straße werden jetzt von der Stadtverwaltung aufgefordert, zu versiegelte Fläche zurückzubauen. Außerdem müssen sie als Strafe zusätzlich Bäume und Sträucher pflanzen.

Zu diesem drastischen Schritt haben sich die Stadtverordneten entschlossen, nachdem im Vorfeld durch Luftaufnahmen und Kontrollen festgestellt worden war, dass auf einigen der dortigen Grundstücke mehr bebaut wurde, als nach dem 1993 beschlossenen und 2004 geänderten Bebauungsplan zulässig ist. „Grundsätzlich ist laut Baurecht eine maximale Überschreitung der Grundflächenzahl von 10 Prozent möglich“, erklärte Bauamtsleiterin Sabine Pönisch im Hauptausschuss.

Was zu viel ist, ist zu viel

Im jetzt vorliegenden Fall aber haben die betroffenen zwölf Grundstückseigentümer diese Grenze mehr als ausgeschöpft. Um das im Nachgang zu heilen oder zu legitimieren, beantragten sie bei der Stadt, sogenannte „Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Werdersche Straße“.

Doch das war nicht nur der Ketziner Verwaltung ein Dorn im Auge, auch die Stadtverordneten wollten dieses Vorgehen der Eigentümer nicht tolerieren. Was zu viel ist, ist zu viel“, sagte Doris Radtke (SPD-Fraktion). „Wo soll man die Grenze ziehen? Was sagen wir anderen Eigentümern, wenn wir in diesem Fall das genehmigen?“

Auflagen festgelegt

Im Grunde schlossen sich die Stadtverordneten aller Fraktionen dieser Meinung an und stimmten für einen Vorschlag der Stadtverwaltung. Der sieht Konsequenzen und Auflagen für die Grundstückseigentümer vor, mit denen diese aber wohl leben können. In fünf Fällen müssen die Eigentümer tatsächlich Flächen zurückbauen (gepflasterte Wege auf dem Grundstück oder zu große Garagen oder Schuppen).

Der negative Spitzenreiter hat auf seinem Grundstück 109 Quadratmeter mehr bebaut, als erlaubt. Er muss 85 Quadratmeter entsiegeln und zusätzlich fünf Sträucher pflanzen. „Sowohl die Rückbaumaßnahmen als auch die Pflanzungen sind zu dokumentieren und nachzuweisen“, sagte Sabine Pönisch. Es werde natürlich auch kontrolliert.

Von Jens Wegener

Das historische Ensemble aus Grotte und Tempelruine in Paretz, das vor fünf Jahren freigelegt worden war, soll nun wieder hergestellt werden. Für das japanische Haus aber fehlt noch das Geld.

17.05.2018

Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf der neuen Ketziner Baumschutzsatzung geht einigen Abgeordneten zu weit. Sie haben Sorge, dass den Grundstückseigentümern zu viele Vorschriften und Hürden in den weg gelegt werden, wenn es um das Fällen von Bäumen geht. Besonders Obstbäume sind der Knackpunkt.

16.05.2018

Die Idee für ein neues Projekt im Ketziner Garten Eden am Kiekelberg ist geboren. Dort könnte schon bald die Drachenzeit beginnen. Erste Exemplare aus Ton gibt es bereits.

18.05.2018