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Havelland Königshorst feiert sein 300-jähriges Bestehen
Lokales Havelland Königshorst feiert sein 300-jähriges Bestehen
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10:01 11.08.2019
Wagen aus Nordhof: In Nordhof stand einst die „Königliche Butterakademie“, in der Bauerntöchter die Kunst des Butterns erlernten. Fontane soll die Butter nicht gemocht haben. Quelle: Frauke Herweg
Königshorst

Weiße Haube, weißer langer Rock. Dagmar Wörtzel kommt in der Aufmachung, die Bauerntöchter der „Königlichen Butterakademie“ in Nordhof einst getragen haben. Eine kleine Erinnerung an die Lehranstalt, die 1732 im Havelländischen Luch gegründet wurde.

Mit einem großen Festumzug feierte Königshorst am Sonnabend das 300-jährige Bestehen des Ortes. Aufwändig geschmückte Wagen ließen die Geschichte des Fehrbelliner Ortsteils lebendig werden und erinnerten unter anderem an die „Königliche Butterakademie“ in Nordhof und die alte Schule in Königshorst.

Der König ließ das Luch trockenlegen

Königshorst ist etwas ganz Besonderes“, sagte Bürgermeisterin Ute Behnicke. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts habe König Friedrich Wilhelm I. begonnen, das Luch trocken legen zu lassen. „Damit ist eine Kulturlandschaft entstanden, die einzigartig ist.“

Schon Anfang vergangenen Jahres hatten Mitglieder des 14-köpfigen Festkomitees begonnen, eine Chronik von Königshorst zu erarbeiten. Heraus kam ein 104-seitiges Buch, das jeden Gemeindeteil würdigt.

„Man fängt ganz klein an und findet immer mehr“, sagte Dagmar Wörtzel, die sich in die Geschichte von Nordhof vertiefte. Für die 32-Jährige ein spannendes Unterfangen: „Man sieht den Ort plötzlich mit ganz anderen Augen.“

Königshorst hat eine reiche Geschichte. Daran erinnerte der große Festumzug zum 300-jährigen Bestehen des Ortes.

Bei ihren Recherchen entdeckte Dagmar Wörtzel, dass es in Nordhof einst eine Pferdezucht und eine Heckenschule gab. Von der einstigen „Königlichen Butterakademie“, in der Bauerntöchter die Kunst des Butterns und des Käsemachens lernten, steht heute kein Stein mehr.

Lediglich das Mädchenhaus, in dem junge Frauen während der landwirtschaftlichen Ausbildung einst untergebracht waren, steht noch. Eine kleine Reminiszenz – das Bild eines Butterfasses – überdauerte zudem im Königshorster Wappen.

Gedenkstein erinnert an die Ortsgründung

Regelmäßig hatte sich das Festkomitee getroffen, um die große Feier vorzubereiten. Bei einem der Treffen wurde schließlich die Idee geboren, das Jubiläum mit einem Denkmal zu würdigen. Auf einer Wiese am Schwarzen Weg wurde der schon Wochen vorher gesetzte Gedenkstein am Sonnabend feierlich eingeweiht.

Archäologische Funden belegen, dass das Gebiet um Königshorst schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Um auch an den Germanenstamm der Semnonen zu erinnern, hatte das Festkomitee ein kleines Lager aufstellen lassen. Wer wollte, konnte am Nachmittag den Kriegern des Stammes bei Showkämpfen zusehen oder sich im Bogenschießen und Beilwerfen versuchen.

Neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr

Keine Geburtstagsfeier ohne Geschenk: Bürgermeisterin Ute Behnicke überreichte Eric Nölte, dem Leiter der Königshorster Feuerwehreinheit, am Sonnabend den Schlüssel für ein neues Fahrzeug. Bei der jüngsten Überprüfung war der Vorgängerwagen als nicht mehr tauglich für den Einsatz befunden worden. „Wir mussten ziemlich spontan Ersatz beschaffen“, sagte Ute Behnicke.

Die Gemeinde brachte für den Einsatzwagen mit einem 800-Liter-Wassertank und Tragkraftspritze 168.000 Euro auf. „Ihr habt jetzt alles, was ihr braucht“, sagte Ute Behnicke bei der Übergabe. Mit einem vergleichsweise jungen Team sei die Königshorster Wehr jetzt „top aufgestellt“.

Von Frauke Herweg

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