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Havelland Konzerte mit Gute-Laune-Garantie
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20:57 30.07.2017
Die Lujah-Bänd in der aktuellen Besetzung.
Die Lujah-Bänd in der aktuellen Besetzung. Quelle: Foto: privat
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Rathenow

Wenn die Lujah-Bänd auftritt, dann kann man sicher sein, dass sich im Publikum irgendwann auch die düsterste Miene aufhellt. Die Musiker der Sankt-Marien-Andreas-Kirchengemeinde sind keine Profis, aber eine Sache haben sie perfektioniert: Freude zu verbreiten. Pfarrer Wolf Schöne, der vor neun Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Band zählte und immer noch dabei ist, verrät, wie das funktioniert: „Uns macht das Musizieren so viel Spaß, dass die gute Stimmung automatisch auf das Publikum überspringt“, sagt er.

Neben Wolf Schöne, der singt, Ukulele und Gitarre spielt, zählen Doreen Jeschke (Bass, Gesang), Lydi Jeschke (Keyboard, Gesang) und Tabbi Jeschke (Gesang), sowie Sabine Teckemeyer (Querflöte, Percussion) und Axel Teckemeyer (Gitarre, Gesang) zur aktuellen Besetzung der Lujah-Bänd. Seit der Gründung hat sich berufsbedingt die ein oder andere personelle Änderung ergeben. Unverändert geblieben ist die Lust am Musizieren und der Wille, das Publikum mitzureißen.

Dass dies gelingt, hängt zum einen mit dem großem Repertoire der Band zusammen. Das reicht von alten bis zu modernen christlichen Liedern, von Schlagern aus den 50ern und 60er Jahren bis zu humoristischen Liedern, von kritischen Songs der Friedensbewegung bis zu Irish Folk, von Gospels und Spirituals bis zu Hits der Gegenwart. Und es hat zum anderen zu tun mit der Flexibilität der Band. „Wir stimmen unser Programm auf den jeweiligen Anlass ab“, sagt Schöne. Bei einem jungen Publikum gehe es etwas flotter zu, in der Kirche steige der Anteil der Gospels und Spirituals, und in der Adventszeit dürfen natürlich weihnachtliche Stücke nicht fehlen. Als die Lujah-Bänd mal gefragt wurde, ob sie nicht Lust habe, das Programm einer Goldenen Konfirmation zu gestalten, da studierten die Musiker Stücke ein, die angesagt waren, als die Konfirmanden jung waren. „Es hat nicht lange gedauert, bis die Leute mitgegangen sind und mitgesungen haben“, sagt Schöne.

Das gemeinsame Singen ist ein Markenzeichen der Band. „Wir animieren die Zuhörer, einzustimmen“, sagt der Pfarrer. Und in der Regel werde dieses Angebot nach einer Aufwärmphase begeistert angenommen. Vor einem Konzert in der Semliner Kirche hatte der Bürgermeister zu bedenken gegeben, dass das mit dem Singen wohl nichts werde, weil die Semliner in dieser Hinsicht eher zurückhaltend seien. Großer Irrtum: In Windeseile hatte sich das Publikum in einen vielstimmigen Chor verwandelt. Zu der Sangesbereitschaft trägt natürlich auch die Tatsache bei, dass die Lujah-Bänd Sachen spielt, die fast jeder kennt und die leicht zu singen sind. „Let it be“, von den Beatles ist so ein Song, oder auch die Hymne „Hallelujah“ von Leonard Cohen. „Es ist faszinierend, wie schnell die Schranken fallen, wie schnell man sich näher kommt, wenn man gemeinsam singt“, sagt Schöne. Das sei für Musiker und Publikum gleichermaßen beglückend.

Wer das am eigenen Leib erfahren will, der hat dazu am kommenden Sonntag, dem 6. August, Gelegenheit. Dann wird die Lujah-Bänd einen besonderen Gottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gestalten. Los geht es um 10 Uhr, der Eintritt ist frei.

Von Markus Kniebeler