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Havelland Ladenlokal wird Ausstellungsort
Lokales Havelland Ladenlokal wird Ausstellungsort
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18:37 19.01.2018
Lisa-Marie Tschirnich bringt Farbe in das Ladenlokal, in dem bald eine heimatgeschichtliche Ausstellung gezeigt werden sollen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Das ehemalige Ladenlokal in der Berliner Straße 80 bekommt einen neuen Anstrich. Seit einigen Tagen ist Lisa-Marie Tschirnich, Auszubildende im Malerbetrieb Brüggemann, damit beschäftigt, den Räumen zu neuem Glanz zu verhelfen. Einige Wände müssen tapeziert werden, der Rest wird gestrichen.

Diese Arbeiten sind der untrügliche Beweis dafür, dass die Räume für eine neue Nutzung vorbereitet werden. Läuft alles nach Plan, will der Förderverein Heimatmuseum Rathenow in der Berliner Straße 80 der Öffentlichkeit ab April einen Teil seiner Exponate präsentieren. Bis dahin müssen neben den Malerarbeiten noch ein paar Schönheitsreparaturen vorgenommen werden. Außerdem wird ein neuer Fußbodenbelag verlegt.

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Auch an dem inhaltlichen Konzept der Ausstellung wird nach Auskunft von Peter Dietze, dem Vorsitzenden des Fördervereins Heimatmuseum, bereits gefeilt. „Präsentiert werden sollen Exponate, die bestimmte Phasen der stadtgeschichtlichen Entwicklung Rathenows illustrieren“, sagt er. Mehr könne, mehr wolle er zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.

Grundlage dafür, dass der Verein die genannten Räume der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow nutzen kann, ist ein Beschluss der Stadtverordneten, den diese Ende des vergangenen Jahres gefällt haben. Sie gaben einem Antrag des Fördervereins statt und stellten 7500 Euro in den Nachtragshaushalt ein, um dem Förderverein die Jahresmiete der 140 Quadratmeter großen Räumlichkeiten zu ermöglichen.

Seit der Gründung des Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow im Jahr 2009 bemühen sich die Geschichtsfreunde um ein Domizil, in dem sie ihre lokalhistorischen Schätze dem Publikum präsentieren können. Die Ausstellung in dem Ladenlokal in der Berliner Straße soll eine Zwischenlösung sein – der Mietvertrag läuft über drei Jahre. „Ziel des Vereins ist es nach wie vor, eine dauerhafte Lösung zu finden“, sagt Dietze. „Ein Heimatmuseum mit fester Adresse“. Aber auf dem Weg dorthin sei mit der jetzigen Lösung ein wichtiger Schritt getan.

Von Markus Kniebeler

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