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Havelland Landrat will Radweg-Sperrung verhindern
Lokales Havelland Landrat will Radweg-Sperrung verhindern
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13:09 03.07.2019
Der Weg von Stechow nach Kotzen wurde erst im April 2018 nach diversen Bauinvestitionen wieder freigegeben. Quelle: Norbert Stein
Stechow/Kotzen

Es war ein Treffen unter alten Eichen. Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Havelland und des Amtes Nennhausen sahen sich vor Ort genauer an, wie es um die Bäume links und rechts des Havelland-Radweges steht. Viele von ihnen haben tote Äste. Brechen sie ab, sind Radfahrer gefährdet.

Landrat Roger Lewandowski will helfen. Quelle: Heike Wilisch

Diesen Umstand erläuterte Amtsdirektorin Ilka Lenke bei einer Gemeindevertretersitzung in Kotzen. Sie fügte an, dass die Kosten so hoch sind, dass sie nicht aus den Haushaltsmitteln der Gemeinden Kotzen und Stechow-Ferchesar ohne weiteres zu begleichen sind. „Wir tun derzeit alles um eine Lösung zu finden““, hatte Ilka Lenke in Kotzen erläutert und hinzugefügt: „Es wäre sehr schlecht, wenn wir den Weg in dem Teilstück sperren müssten.“

In der Pflicht

Damit hatte die Amtsdirektorin klar gemacht, was passieren wird, wenn es nicht gelingt, Finanzierungsquellen zu erschließen. Landrat Roger Lewandowski sagte am Dienstag, er habe sich mit Ilka Lenke in der Angelegenheit unterhalten. „Wir wollen beide nicht, dass wir den Havelland-Radweg in Teilen sperren.“ Dennoch habe das Amt die Verkehrssicherungspflicht.

Viel Geld investiert

Nachdem sich Experten die Bäume nun angesehen haben, ist zu überlegen, was genau zu tun ist. Unabhängig davon will sich nun auch Landrat Roger Lewandowski Gedanken machen, wie er dem Amt Nennhausen helfen kann. Der Landrat weiß wohl, dass sich das Amt stets um den Radweg gekümmert und in den letzten Jahren auch Geld investiert hat.

Radfahrer mögen den Havelland-Radweg. Quelle: Patrick Pleul

Gleichzeitig prüft Ilka Lenke, inwieweit Förderprogramme des Kreises genutzt werden können. Entsprechende Hinweise hatte sie bereits von der Kreisverwaltung erhalten. Einen Teil der Arbeit könne der Bauhof des Amtes leisten, aber eben längst nicht alles. „Das übersteigt das, was wir leisten können“, sagte Ilka Lenke.

Experten gesucht

Bei der Gemeindevertretersitzung in Kotzen waren auch die Freiwilligen Feuerwehren ins Spiel gebracht worden. Doch auch die Wehren sind nicht in der Lage, die Baumpflege, den Beschnitt und eventuelle Baumfällungen zu übernehmen.

Schon öfter begutachtet

Vor zwei Jahren hab es eine Begehung des in Rede stehenden Teilstückes gegeben, weiß Landrat Roger Lewandowski. „Es ist nicht so, dass wir uns in den vergangenen Jahren überhaupt nicht um das Teilstück gekümmert haben.“ Ilka Lenke betonte, dass bei starkem Wind grundsätzlich Äste von Bäumen brechen können – auch gesunde.

Lösungssuche

Vorerst bemühen sich alle Beteiligten eine Lösung zu finden, um den Radweg offen zu halten. Wird es tatsächlich am Ende notwendig, ein Teilstück zu sperren, so müssten Radfahrer von Stechow über die Ortsverbindungsstraße nach Nennhausen fahren und von dort weiter nach Kotzen.

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Von Joachim Wilisch

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