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Havelland Landtagsabgeordneter Johannes Funke ist jetzt SPD-Mitglied
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10:34 26.12.2019
Das Parteibuch bekam Johannes Funke (l.) vom Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Ketzin/Havel Jürgen Tschirch. Quelle: privat
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Havelland/Potsdam

Die kurze Zeit, in der Johannes Funke als Parteiloser für die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag saß, ist vorbei. Seit wenigen Tagen hat der 50-Jährige das Parteibuch der Sozialdemokraten in der Tasche. „Die Entscheidung, diesen Schritt zu gehen, ist in der Zeit des Wahlkampfes als Landtagskandidat gereift“, sagt er.

Einen wesentlichen Einfluss hatte dabei der Grünefelder Udo Folgart (SPD), der auch über die Landwirtschaft zur Landespolitik gekommen war, und in dessen Wahlkreisbüro Johannes Funke im Vorfeld seiner eigenen Kandidatur zeitweise mitgearbeitet hatte. Aber auch die vielen Helfer, die Funke bei seinen Wahlkampauftritten begleitet, unterstützt und Plakate aufgehängt haben, hätten ihn beeindruckt. „Ich habe gemerkt, dass die SPD meine politische Heimat ist.“

Kirchenmitglied seit 50 Jahren

Mit einem hauchdünnen Vorsprung hatte Johannes Funke für die SPD am 1. September das Direktmandat im Wahlkreis 5 (Brieselang, Amt Friesack, Ketzin/Havel, Nauen, Wustermark und Amt Nennhausen) gewonnen. Der Potsdamer holte 25,3 Prozent der Stimmen und zog damit in den Brandenburger Landtag ein. Inzwischen ist er Fraktionssprecher für Landwirtschaft, ländlichen Raum und Kirchen. Seine erste Rede im Brandenburger Parlament steht im Januar an. Er arbeitet außerdem im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz mit.

Johannes Funke legt wert darauf zu betonen, dass ihn niemand zu dem Parteieintritt gedrängt habe. „Mir ist schnell klar geworden: Wenn man etwas bewegen und mitgestalten will, auch innerhalb der SPD, muss man Mitglied sein. Mit einer Rolle als Zaungast wäre ich nicht zufrieden.“

In seinen 50 Lebensjahren war Johannes Funke nie in einer Organisation oder Partei, auch nicht zu DDR-Zeiten bei den Pionieren, der FDJ oder gar in der GST. „Ich bin seit Geburt Mitglied in der evangelischen Kirche, mehr aber auch nicht“.

Antrag am 9. November gestellt

Jetzt kommt auf den neuen SPD-Mann einiges zu. In der Landtagsfraktion, wo er es als Interessenvertreter der Bauern – er ist ja Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland und möchte das auch bleiben – mit einem grünen Agrarminister zutun hat. Aber auch der Umgang mit den AfD-Politikern sei keine leichte Sache, so Funke. Bei denen gibt es einige belastete Biografien, so dass dazu intensive Auseinandersetzungen bevorstehen.

In den nächsten Wochen will er ein Wahlkreisbüro eröffnen. Und zwar in Ketzin/Havel, also in dem Ort, in dem er Mitglied im SPD-Ortsverein geworden ist. Den Aufnahmeantrag hatte er am 9. November unterschrieben. „30 Jahre Mauerfall. Das ist aus meiner Sicht der politisch wichtigste Tag der jüngeren Geschichte“, sagt Funke.

Mobile Sprechstunden geplant

Wie oft er in dem Ketziner Büro Sprechstunden anbieten wird, steht noch nicht fest. Eines aber weiß der SPD-Mann: „Sehr viele Menschen werden dort nicht hinkommen. Wenn man heute mit den Leuten in Kontakt treten will, muss man auf die Leute zugehen. Das werde ich machen und so oft wie möglich zuzusagen mobile Sprechstunden abhalten.“

Geboren wurde Johannes Funke 1969 in Potsdam. Er ist verheiratet, hat zwei inzwischen erwachsene Kinder. Der Diplom-Agraringenieur arbeitete nach dem Studium an der Humboldt-Universität in Berlin von 2001 bis 2009 als Referent bei der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH in Berlin. Von 2009 bis 2015 war er Pressereferent beim Deutschen Bauernverband in Berlin. 2015 kam er zurück ins Havelland als Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

Von Jens Wegener

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