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Havelland Landwirte beginnen mit der Ernte
Lokales Havelland Landwirte beginnen mit der Ernte
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13:40 27.06.2019
Im Havelland hat die Getreideernte begonnen. Quelle: Norbert Stein
Semlin

Der Hochsommer hat das Havelland im Griff. Die Sonne scheint mit voller Kraft und treibt die Temperatur in die Höhe, am Wochenende wieder auf weit über 30 Grad Celsius. Das sind die Bedingungen, mit denen die Agrargenossenschaft (AG) Hohennauen in die Getreideernte startet.

Im ganzen Landkreis

Getreide wird seit Wochenmitte im gesamten Havelland geerntet. Als erstes kommt die Gerste vom Halm. Das heiße und trockene Wetter der letzten Wochen hat die Gerste zeitig reifen lassen. „Wir sind früh dran und haben etwa zwei Wochen eher, als üblich, mit der Ernte begonnen“, sagt Dirk Peters, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Havelland.

Mittlerer Ertrag

Gerste wird die AG Hohennauen auf 230 Hektar Fläche ernten. Geschäftsführer Peter Wilke rechnet mit einem mittleren Ertrag. Während der ersten Tage haben die Hohnennauener Landwirte um die 50 Dezitonnen Gerste pro Hektar eingefahren. Wenn auch an anderen Standorten die Gerste reif ist und geerntet wird, hofft Wilke einen Ertrag deutlich über 50 Dezitonnen.

Peter Wilke (links) und Johannes Funke vom Kreisbauernverband wollen sich erst zu konkreten Zahlen äußern, wenn die Ernte eingefahren ist. Quelle: Norbert Stein

Auch beim Roggen rechnet er mit einem Durchschnittsertrag. Genauer festlegen möchte sich Wilke noch nicht. Am Ende wird abgerechnet“, sagt er. Starkregen und andere Wetterereignisse können das Ernteergebnis noch deutlich beeinflussen. Im Dürrejahr 2018 wurden im Havelland durchschnittlich 45,7 Dezitonnen Gerste von einem Hektar geerntet.

Mehrere Sorten

Die AG Hohennauen wird ihre drei Mähdrescher in diesem Jahr auf insgesamt 1300 Hektar fahren lassen. Gerste, Roggen, Treticale und Weizen machen den Hauptanteil aus. Zudem erntetet die AG in diesem Jahr Raps von 150 Hektar und Erbsen von 60 Hektar.

Regentage erwünscht

„Sag mir, wie das Wetter wird, dann sag ich dir wie lange wir für die Ente benötigen“, antwortet Peter Wilke zunächst auf die Frage, wann die AG das letzte Getreide einfahren wird. Etwa sechs Wochen werden benötigt, wenn jeden Tag gedroschen werden kann, erklärt er. Einige einige Regentage würden die Landwirte aber dankend annehmen, weil Natur und Boden Wasser benötigen.

Seit Mitte der Woche sind die Mähdrescher im Einsatz. Quelle: Norbert Stein

Rund ein Drittel der Ernte wird die AG Hohennauen einlagern – als Futter für die Tiere. Benötigt werden dafür 1500 Tonnen im Jahr. „Die Versorgung der Tiere mit Futter hat für uns oberste Priorität“, sagt der Geschäftsführer. Getreide, das die AG nicht für die Eigenversorgung benötigt, wird verkauft.

Kein Katastrophenjahr

Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes sagt, der heiße Sommer mit geringen Niederschlägen werde den havelländischen Landwirten Ernteausfälle bescheren. Wie hoch sie ausfallen, kann Peters derzeit noch nicht sagen. Er hofft, dass es nach 2017 und 2018 nicht das dritte Extremjahr in Reihenfolge wird.

Probleme beim Weizen

Mit hohen Ernteverlusten rechnet Kreisbauernverbandschef Dirk Peter beim Weizen, einer Getreideart, der aufgrund ihrer späteren Reife der heiße Sommer und der fehlende Regen besonders zu schaffen macht.

Die geringere Weizenernte wird aber für die Landwirte keine höheren Verkaufserlöse zur Folge haben, erklärt Peters.

Der Getreidepreis orientiert sich am Weltmarkt und nicht an regionalen Erträgen. Und der Weltmarktpreis für Weizen sei in letzter Zeit um 20 Prozent gesunken, von 200 Euro je Tonne auf 160 Euro.

Von Joachim Wilisch

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