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Havelland Lernwerkstatt mit Pittiplatsch
Lokales Havelland Lernwerkstatt mit Pittiplatsch
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17:08 09.04.2018
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FALKENSEE

Viele erwachsene Besucher waren gekommen.

Die konnten bereits vor den Eröffnungsreden eine Runde durch das Haus drehen. Da legte sich ein überwiegend heiterer Grundton auf die Räume. „Ach, guck mal, so einen Holztrecker hatte ich auch“ oder „ Alfons Zitterbacke, den habe ich geliebt“ oder aber auch „Igitt, dies fürchterliche Alubesteck.“

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Der Verein Pädal – Pädagogik aktuell – betreibt das Kita-Museum, das gar kein richtiges Museum ist. Die Ausstellungsräumen ergänzen die Lernwerkstatt, in dem pädagogische Fachkräfte und Studenten weitergebildet werden. Das ist der Kern des Vereins, der vom Bildungsministerium des Landes gefördert wird und nach den Stationen Oranienburg, Potsdam, Groß Glienicke und Nennhausen nun hofft, in Falkensee zur Ruhe zu kommen. „In Nennhausen hatten wir wunderbare Räume, lagen aber zu weit weg“, erklärte Leiterin Brigitte Winkler die Beweggründe für den Umzug. Der war möglich durch eine glückliche Fügung und Begegnung, nämlich der mit Wolfgang Stadler, dem Vorstandsvorsitzenden des Awo-Bundesverbandes. Er wusste von dem Awo-Haus in Falkensee, das der Verband kaum noch nutzte. Er schlug dem Pädal-Verein den Umzug vor. Das war im Sommer vergangenen Jahres. In der einstigen Gründerzeitvilla war zu DDR-Zeiten das Wohngebietskulturhaus „Theodor Fontane“ untergebracht. Nun finden sich hier Lernwerkstatt und Kita-Museum.

Das lädt zum Stöbern, Lesen, Denken und Diskutieren ein. Unter dem Dach sind die Begründer moderner Erziehung – Friedrich Wilhelm August Fröbel, Maria Montessori, Rudolf Steiner – vorgestellt. Die Mitteletage bietet Raum für Krippen, Kindergärten und Horte in der DDR und Kindererziehung in der BRD. Hier Halstuch und Gummisoldat, dort Sputnikschock und Sesamstraße. Holzspielzeug, wie es Fröbel gefallen hätte, findet sich in allen Zimmern, unabhängig von politischen Systemen. Musikalische, naturwissenschaftliche und sprachliche Erziehung sind weitere Themenschwerpunkte.

Weil der Verein in Falkensee viel weniger Fläche als in Nennhausen hat, gibt er einen Teil seiner Materialien an Interessierte ab. (Von Marlies Schnaibel)

Das Museum in der Mainstraße 11 kann nach Vereinbarung unter (0 33 22) 4 29 32 23 besichtigt werden.

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