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Havelland Linke wollen wissen: Wem gehört das Land?
Lokales Havelland Linke wollen wissen: Wem gehört das Land?
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20:18 22.05.2019
Der Landesspitzenkandidat der Linken, Sebastian Walter, im Optikpark. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Noch bis zum 24. Mai sind die Brandenburger Spitzenkandidaten der Linken für die Landtagswahl im kommenden Herbst in zehn Städten mit ihrem „Mobilen Wohnzimmer“ unterwegs. Zur Kommunalwahl stellen die Linken die Motto gebende Frage „Wem gehört das Land?“ Nach Bernau machten sie am Dienstag in Rathenow Station.

Sofa aus Europaletten

Auf dem Märkischen Platz bauten die Linken, unterstützt durch Rathenower Kommunalwahlkandidaten, drei Sofas aus mit roten Kissen gepolsterten Europaletten, drei Tischchen und eine Wohnzimmerlampe auf, um bei einer Tasse Kaffee oder Tee mit den Rathenowern ins Gespräch zu kommen.

Auf die Straßen

„Wir wollen Politik symbolisch aus den Hinterzimmern in den öffentlichen Raum tragen. Politik hat nicht immer die fertigen Antworten“, erklärt Spitzenkandidat Sebastian Walter, der in seiner Heimat Eberswalde auch erstmals für die Kommunalparlamente in Stadt und Kreis kandidiert. „Von den Menschen vor Ort wollen wir erfahren, was sie im Alltag beschäftigt, welche Fragen ihnen auf den Nägeln brennen. Das ermöglicht uns eine breite Sicht auf das Land und dessen Herausforderungen. Jede Region hat seine eigenen Themen.“

Floßfahrt auf dem Havelaltarm im Optikpark. Quelle: Uwe Hoffmann

Die wirtschaftlichen Zahlen des Landes Brandenburg seien seit 1990 grundsätzlich auf einem guten Niveau. „Trotzdem werden die Reichen reicher und die Armen zahlreicher. Im Land gibt es immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse“, so Walter weiter.

Gegen die Spaltung

„Unser Hauptgegner ist die soziale Spaltung im Land. Deshalb müssen wir im Land Strukturen verändern. Dazu brauchen wir unter anderem gute Löhne, auch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, möglicherweise eine Landesbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen und eine Förderung von mehr, als die bisher über 40, Gemeinschaftsschulen für gemeinsames Lernen bis zur 10./13. Klasse.“

Wichtige Investitionen

In ein großes Büchlein notiert, sollen die Probleme der Bürger der Ort in entsprechende Gesetze gegossen werden. „Eine Dame, die 45 Jahre im Beruf stand, lebt von 1000 Euro Rente. Mancher Bürger vermisst die Wertschätzung von Arbeit und die gegenseitige Achtung in der Gesellschaft, wie auch eine Pflegerin erzählte“, schildert Kathrin Dannenberg einige der Themen, die auf dem „Sofa“ durch die Rathenower an die Linken Spitzenkandidaten herangetragen wurden. „Auch mehr Investitionen in die Schulgebäude der Stadt war für einen Bürger wichtig.“

Im „Roten Wohnzimmer“ Quelle: Uwe Hoffmann

„Ohne Die Linke wird es nach dem 1. September keine neue Landesregierung geben.“ Davon sind die linken Spitzenkandidaten überzeugt. „Es gibt viele politische Überschneidungspunkte mit der SPD. Aber es wird schwierig echte Sozialpolitik mit der SPD umzusetzen“, so Walter. „Mit der CDU wird das Thema Innenpolitik eher ein Knackpunkt werden. Mit den Grünen gibt es Gemeinsamkeiten bei der Entwicklung des ländlichen Raums. Aber für uns hängt die ökologische Frage von der sozialen Frage ab.“

Am Kandidaten-Grill

Am Vormittag führte Geschäftsführerin Kathrin Fredrich Sebastian Walter durch den Optikpark und am späten Nachmittag lud Kathrin Dannenberg zum „Kandidatengrillen“ auf den Ride-Platz ein.

Von Uwe Hoffmann

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