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11:13 24.03.2019
Dorothea Flechsig betreibt in Falkensee einen Mini-Verlag. Quelle: privat
Falkensee

Vor ein paar Tagen hat sich Dorothea Flechsig hingesetzt und hat an eine Schulklasse aus Mannheim geschrieben. Jedes Kind hatte ihr einen handgeschriebenen Brief geschickt, jedes Kind hat nun eine eigene Antwort bekommen.

Das war eine sehr persönliche Art der Kundenpflege. Aber sie hat ihr gut getan, sagt Dorothea Flechsig. Sie bekommt viel Fanpost von Kindern. Viele fragen, wie es mit der Fledermaus Sandor weitergeht.

Literaten gibt es viele im Havelland. Die MAZ hat sich umgesehen und stellt Autoren aus der Region vor. Die Bandbreite ist groß: von Kinder- bis Horror-Büchern ist alles dabei.

Und da gibt es die gute Antwort: Im Frühjahr erscheint der vierte Band. Gerade wird die Geschichte von Nicolas Alexander Böll auch als Hörbuch eingelesen.

„Hörbücher sind im Kommen“, sagt Dorothea Flechsig, aber nicht so rasant. Nach wie vor setzen viele Eltern darauf, ihren Kindern „richtige Bücher“ zum Lesen zu geben. Der Falkenseer Kinderbuchautorin freut das.

Schon eine Reihe Bücher veröffentlicht

In ihrem kleinen Kinderbuchverlag „Glückschuh“ hat sie eine Reihe Bücher hervorgebracht. Den Verlag hatte sie 2011 in Falkensee gegründet, das frisch-freche Mädchen „Petronella Glückschuh“ war das erste Buch, das erschien. Ihr „Sandor“ hat es am weitesten gebracht.

Geografisch jedenfalls. Übersetzt in Spanische flog die Fledermaus in 22 Länder, große Teile Südamerikas sind mit der Geschichte aus Falkensee bestückt. Aber natürlich in überschaubaren Auflagen, ordnet die Autorin und Verlagsfrau ein.

Reich wird man nicht, aber es macht Spaß

Reich wird man in diesem Geschäft nicht, der Druck auf dem Kinderbuchmarkt ist sehr groß. Dorothea Flechsig versucht, ihre Nische zu finden. Sie will nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern auch eine Botschaft transportieren.

Nüchtern formuliert, geht es in der neuen Sandor-Geschichte um Insektizide und Pestizide. Aber die Falkenseer Autorin weiß, wie sie solch ernste Themen aufschlüsselt und in eine schöne, spannende und unterhaltsame Geschichte verpackt.

In Falkensee schlummert noch viel Potenzial

„Kinder dürfen nicht denken, sie wären zu klein oder zu schwach, um etwas zu bewegen“, sagt sie. Sie sollen und können erfahren, dass viele kleine Schritte etwas Großes bilden können. Vielleicht können sie auch ihre Eltern anregen, doch in einer Gartenecke auch ein paar Brennnesseln für Insekten stehen zu lassen, den Rasen nicht zu doll zu trimmen oder auf dem Balkon blühende Wiesenblumen anzubieten. In der Gartenstadt Falkensee wäre jedenfalls viel Potenzial für ein Umdenken in der Sache.

Zur Leipziger Buchmesse ist Dorothea Flechsig in diesem Jahr nicht gefahren. Frankfurt, Rügen, Berlin und Potsdam sind in diesem Jahr Messestationen, die in ihrem Kalender stehen. Geboren in Coburg war sie als Tochter einer Buchhändlerin schon als Kind auf Buchmessen gewesen und erinnert sich noch heute an den engen Kontakt, den es damals zu den Autoren gab.

Enger Kontakt zu Lesern wird gepflegt

Den engen Kontakt zu ihren Lesern pflegt sie bei Messebesuchen, aber auch durch Lesungen in Schulklassen oder eben durch einen liebevollen Briefwechsel mit den jungen Lesern. „Kinder wünschen sich eine Welt, in der es das gibt: eine sprechende Fledermaus als Freund“, hat sie oft erfahren. Trotzdem will sie nicht endlos Sandor-Geschichten schreiben. Jetzt freut sie sich darauf, eine ganz neue Figur zu entwickeln.

Erste vage Ideen dafür gibt es schon, mehr wird natürlich nicht verraten. Aber ihrem Ansatz wird sie dabei treu bleiben: Die Bücher sollen die Mädchen und Jungen anregen, die Natur wahrzunehmen, sich in ihr zu bewegen, sich an den schönen Dingen zu freuen, aber auch zu sehen, was nicht in Ordnung ist.

Von Marlies Schnaibel

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