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Havelland Mehr Futterspenden für das Tierheim
Lokales Havelland Mehr Futterspenden für das Tierheim
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16:30 08.01.2018
Wenn Nadine Junk im Tierheim die Katzenstuben sauber macht, wird sie von Kater Bossi gerne mal zum Spielen aufgefordert.
Wenn Nadine Junk im Tierheim die Katzenstuben sauber macht, wird sie von Kater Bossi gerne mal zum Spielen aufgefordert. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Das Jahr 2017 ein gutes gewesen, wenn es um die Futterspenden fürs Tierheim an der Bammer Landstraße geht. Wie in jedem Jahr hat Jutta Schütze, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Rathenow und Umgebung, die in die Sammelboxen von Geschäften der Region für das Tierheim eingeworfenen Futterspenden genau gezählt. Das hat ergeben, dass die Futterspenden im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen haben.

Mehr als verdoppelt hat sich das Hundetrockenfutter. Waren es 2016 insgesamt 194 Kilogramm, sind es diesmal 486 Kilogramm gewesen. Etwas mehr als verdoppelt hat sich auch die Menge des Büchsenfutters für Katzen. Waren es 2016 insgesamt 502 Kilogramm, kamen im vergangenen Jahr stattliche 1 182 Kilo zusammen. Das Hundebüchsenfutter wuchs von 1 407 auf 1 517 Kilogramm und nicht zuletzt war beim Katzentrockenfutter mit 631 auf 933 Kilogramm ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Neuer Futterrekord bei der Tierweihnacht Anfang Dezember

Wie Jutta Schütze außerdem resümiert, fällt das Jahr 2017 dadurch auf, dass es mehr Futterspenden als jemals zuvor für das Tierheim durch andere Spendenaktionen gab. Bei der Tierweihnacht Anfang Dezember habe es sehr viele Futterspenden gegeben, berichtet sie. Die genaue Menge werde allerdings hier nicht ermittelt. Das Futter werde zeitnah in die jeweiligen Lager für Hunde bzw. Katzen mit eingeräumt und dann schrittweise mit verfüttert.

Auch eine Spendenaktion der Otto-Seeger-Grundschule habe eine größere Menge an Futterspenden gebracht. Eine Frau aus der Region habe Futter für mehr als 300 Euro gespendet. Geldspenden gebe es auch, teilt Jutta Schütze mit. Besonders nach den Sturmschäden in diesem Jahr hätten die Leute sich freigiebig gezeigt. Zu konkreten Beträgen wird keine Auskunft gegeben, weil viele Spender weder öffentlich genannt noch überhaupt bekannt werden wollen. Nicht wenige Geber bleiben sogar gegenüber dem Tierheim anonym.

Im Laufe des Jahres 157 Katzen und 92 Hunde aufgenommen

Futtersammelboxen für das Tierheim stehen bei Kaufland an der Milower Landstraße und am Schwedendamm, in der Futterhandlung Kny, bei Rewe, Zoo und Co., Edeka Premnitz und Fressnapf. Eingeworfen wurde in kleineren Mengen dort auch Nagerfutter, Vogelfutter, Katzen-/Kleintierstreu und Leckerli. Im Laufe des gerade zu Ende gegangenen Jahres hat das Tierheim aufgenommen: 157 Katzen, 92 Hunde, zwölf Vögel, elf Kaninchen und mehrere andere Kleintiere. Mit 55 mutterlosen Katzenwelpen, die gezählt wurden, ist deren Zahl so hoch wie 2016 gewesen. Ende 2017 sind im Heim 34 Katzen, 25 Hunde und acht Kleintiere untergebracht gewesen.

„Ohne die Futterspenden würde es uns schlecht gehen“, sagt Jutta Schütze, „deshalb freuen wir uns über jede Spende ganz doll.“ Es sei zwar immer noch so, dass vom Heim Tierfutter dazu gekauft werden müsse. Aber das seien oft spezielle Diäterzeugnisse: für Tiere mit Diabetes, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und auch Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten.

Von Bernd Geske