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Havelland Mehrere Raser in Bredow und Dallgow erwischt
Lokales Havelland Mehrere Raser in Bredow und Dallgow erwischt
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17:52 18.04.2018
Insgesamt fünf zu schnelle Autofahrer winkten die Beamten binnen einer Stunde in Bredow heraus. Quelle: Tanja M. Marotzke
Bredow/Dallgow-Döberitz

Kurz nach 9 Uhr justiert Polizeihauptmeister Michael Schröder das Lasergerät in Richtung Bredower Kirche. Die Meßstrecke, die 30er-Zone in der Oranienburger Straße in Bredow, so erzählt er, sei ausgewählt worden, weil „sich immer wieder Anwohner über rasende Fahrzeuge beschweren.“ Außerdem gibt es den Kindergarten und eine Bushaltestelle im Nahbereich, so dass Vorsicht geboten sei. Kaum hat er die Technik einsatzbereit gemacht, wird der erste Sünder angehalten.

An insgesamt elf Stellen im Landkreis Havelland haben Polizeibeamte Mittwoch die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge gemessen. Auch der Landkreis selbst beteiligte sich mit eigenen Fahrzeugen und Messgeräten am europaweit vierten Blitzmarathon.

Fünf Raser in 60 Minuten

Bereits von 7 bis 8 Uhr stand ein Lasergerät der Polizei in Dallgow-Döberitz. Genauer gesagt in der Wilmsstraße/Ecke Eichendorfstraße. Auch dort sind 30 km/h erlaubt, weil in der Nähe eine Schule ist. „In den 60 Minuten haben wir fünf Raser und zwei nicht angeschnallte Fahrer festgestellt“, sagt Polizeioberkommissar Philip van Delen. Der Schnellest wurde mit Tempo 49 gemessen, musste dafür 35 Euro zahlen.

Apropos zahlen. Wenn Verkehrssünder bei Verstößen das geforderte Ordnungsgeld nicht in bar aufbringen können (oder wollen), können sie im Einsatzwagen gleich mit EC-Karte die Schuld begleichen. „Das ist hier genauso wie an der Supermarktkasse oder im Restaurant“ , erklärt Philip van Delen.

23 km/h zu schnell

Der Beweis folgt auf dem Fuße. Ein Autofahrer aus Brandenburg an der Havel, der auf dem Weg zu seiner Mutter in Hennigsdorf ist, hat Tempo 46 drauf. „Ich fahre seit 38 Jahren diese Strecke.

Geschwindigkeitskontrolle in Bredow. Quelle: Tanja M. Marotzke

Ich weiß auch, dass hier 30 km/h erlaubt sind, aber heute war ich wohl abgelenkt“, sagt er und reicht seine Kreditkarte an den Polizisten. 25 Euro sind fällig.

Derweil hat Michael Schröder schon das nächste Auto im Visier: „56 ruft er seinem Kollegen zu, der den SUV aus Potsdam-Mittelmark rauswinkt. Abzüglich einer Toleranz von 3 km/h bleiben 53 auf 30er-Strecke. „Sie sind im Bußgeldbereich und bekommen demnächst Post von der Bußgeldstelle in Gransee“, erklärt Philip van Delen dem Fahrer. Der ist verdutzt und sagt nur, dass er auf dem Weg zu einem Termin in Brieselang ist und nicht an die Begrenzung auf 30 km/h gedacht hat. Ihn erwarten eine Strafe von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg.

„Der Tag wird gestrichen“

Nicht ganz so teuer wird es für einen Rentner aus dem Havelland, der mit seiner Frau unterwegs ist. Er wird mit 44 km/h gemessen, muss 25 Euro berappen. „Ich bin kein Raser“, sagt er und ergänzt: „Solche Kontrollen finde ich richtig, auch wenn es mich erwischt hat“. Als der Polizist trotzdem noch einen schönen Tag wünscht, hält die Beifahrerin dagegen: „Diesen Tag streichen wir aus unserem Leben.“

Die Zwischenbilanz nach einer Stunde: Fünf Autos haben die Geschwindigkeit um mehr als 10 km/h überschritten, so dass die Fahrer zur Kasse gebeten wurden. „Am Nachmittag werden wir mit zwei Lasergeräten in Falkensee im Einsatz sein“, sagt Polizeioberkommissar van Delen.

Das mobile Messgerät des Kreises war am Mittwoch in Milower Land, Nennhausen und in Premnitz eingesetzt. Zahlen wollte die Kreisverwaltung gestern noch nicht nennen.

Von Jens Wegener

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